on tour – unterwegs mit untertage-übertage.de

Freunde, bevor wir hier zu unserem eigenen Vorwort kommen, lasst uns kurz aus WikipediA , der freie Enzyklopädie, einen nicht unwesentlichen Begriff aus unserer Hobbywelt zitieren:

Der Begriff Reise (v. althochdeutsch: risan = aufstehen, sich erheben) bedeutet im Sinne der Verkehrswirtschaft die Fortbewegung einer oder mehrerer Personen über eine längere Zeit zu Fuß oder mit öffentlichen bzw. nicht öffentlichen Verkehrsmitteln außerhalb des Wirtschaftsverkehrs, um ein Reiseziel zu erreichen oder mehrere Orte bis zur Beendigung der Reise am Ausgangsort kennenzulernen (Rundreise). Im fremdenverkehrswirtschaftlichen Sinne umfasst die Bezeichnung Reise die Summe der beiden Phasen „Ortsveränderung“ und Aufenthalt. Die verwendeten Verkehrsmittel bilden hierbei eine Gesamtheit: Die Reisekette (Beispiel: Bus – Flugzeug – Straßenbahn – Taxi).

    

Eines haben alle unsere Berichte gemeinsam. Ihnen vorausgegangen ist immer eine Reise, bzw. Anreise. Also „on tour“ um es mal zeitgemäß in einem Denglisch auszudrücken. Nur die Wenigsten haben das Glück, einen Stollen oder Bunker im Garten zu besitzen. (Wenn dem so ist, bitte meldet euch bei uns – wir reisen gerne an...) Und „on tour“ sind wir eigentlich immer. Auf jeder Fahrt, egal ob mit dem Auto oder mit der Bahn schauen wir aus dem Fenster und suchen die Umgebung nach neuen interessanten Objekten ab. Am meisten aber suchen wir gezielt nach irgendwelchen Mundlöchern oder Bunkern. In der Regel läuft es so ab, dass einer von unserem Team oder Freunden irgendwelche Hinweise auf ein Objekt unserer Begierde gefunden hat und wir am nächstmöglichen Termin aktiv werden und die Suche beginnen kann. Frische Luft ist bekanntlich Gesund. Da fällt mir (Eismann) ein Lied ein, welches zu einer der Lebensweisheiten meines Opas gehörte: „Bewegung an frischer Luft juchhe, erspart den Arzt und auch den Fliedertee...“ (ekelhafte Suppe) Also wie gesagt, die meiste Zeit stampfen wir durch den Wald und suchen, suchen, suchen...

    

Die Outdoorfans unter euch kennen es wahrscheinlich schon, aber dem unwissenden Rest sei gesagt: Es ist nicht immer einfach ein Bunkersportler zu sein. Der Waschmittelverbrauch steigt erheblich an und die nervigen Zecken fühlen sich an unseren Körpern besonders wohl. Neben dem gekonnten Ignorieren von stöhnenden Gästen, die immer fragen, wie weit es denn noch sei, oder ob wir den Berg wirklich noch hinauf müssen, dürfen wir uns mit weiteren diversen Schwierigkeiten rumplagen. Natürliche Hindernisse wie z.b. Steilwände, Flüsse, Autobahnen und undurchdringlicher dschungelartiger Bewuchs fernab der Wege gilt es zu überwinden. Aber auch unnatürliche Gegebenheiten, wie Zäune, Mauern oder unglaubliche Vermüllung von Eingängen zu Schutzräumen und Stollen können einem ungeliebte Probleme bereiten. Zum Glück werden wir zwischendurch immer wieder belohnt, und finden neben einigen Extrastollen, ein schönes Plätzchen Natur zum verweilen und die Ruhe zu genießen. Ein anderes Thema ist das Übernachten in der freien Natur. Nicht, das wir eh immer viel zu viel Ausrüstung dabei haben, nein, wenn wir so lange unterwegs sind, dass wir vor Ort übernachten müssen, regnet es an diesem Tag garantiert wie Arsch, während die Daheimgebliebenen schönstes Wetter genießen konnten. Aber das Wetter (bis auf das matte Wetter) war uns schon immer egal. Siehe hier !

    

Nur etwa die Hälfte der von uns besuchten, beziehungsweise vorgestellten Objekte wurden uns gezeigt, oder sind Museen, die wir besucht haben. Der Rest wurde wie oben beschrieben hart erarbeitet, denn so gut wie kein Objekt befindet sich in belebter Gegend. Oft erscheint es uns so, als ob die Mundlöcher mit uns verstecken spielen wollen. Faustregel bei untertage-übertage ist: Auf einen gelaufenen Stollenmeter / Bunkermeter kommen 100 gelaufene Waldmeter oder Stadtmeter! Aber wir machen es gerne, wie ihr sehen könnt.

       

Wir wollen euch aber jetzt nicht weiter mit dem Grüntag im Wald nerven, sondern kommen jetzt endlich dazu, warum es diese Kategorie auf unserer Seite gibt. Wenn ihr euch oben durch die einzelnen Touren klickt, werdet ihr Berichte und Erlebnisse, Geschichten und Geschichte, Exkursionen zu Besucherbergwerken, Museumsbesuche, Führungen und spontane Funde finden. Ob wir nun einen Grüntag im Wald oder einen Spaziergang mit dem Grubenhund gemacht haben. Ob wir auf der Suche nach Beton im Wald waren oder mit dem Auto durch die Großstadt gefahren sind – alles haben alle Berichte auf dieser Unterseite gemeinsam: Sie sind allesamt mit Tagebuch-Charakter geschrieben, ohne die fachliche Ausschmückung, wie ihr es sonst gewohnt seid. Einfache erlebte Touren, oftmals lustig geschrieben, wo man sich dem „Live-Dabei-Gefühl“ nicht erwehren kann. Egal ob große Tour mit unserem Großraumzelt mit 9 (Regen-) Schutzplätzen, Liegend, manchmal auch mit doppelter Belegung belegt, oder zwei von uns hatten Kuriose Ereignisse und Pausen, die eines Berichtes würdig waren. Ebenso ein Bericht über den Beetpott (Swingerklub für Bergleute und Bunkersportler) wird hier nicht fehlen. Wir wünschen euch ein fröhliches Lesen und besucht uns bald wieder. In diesem Sinne: Glück Auf...

        

Kleinvieh:

© untertage-übertage.de, 2010
Fotos von Björn, Markus, Micha und Olly
Text: Eismann und Bergmann