Am Wegesrand:

Tiere die uns auf unseren Touren über den Weg laufen.

Turmfalke auf Ansitz...

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Der Siebenschläfer, Tier des Jahres 2004

Der Siebenschläfer ist ein mausähnliches, nachtaktives Nagetier aus der Familie der Bilche. Häufig wird das flinke Tierchen, fälschlicherweise für ein Eichhörnchen oder noch schlimmer, für eine Ratte gehalten. In einer Gesellschaft, wo Kinder wirklich glauben das Kühe lila Flecken haben ist dies wohl auch nicht weiter verwunderlich....

Zu Gast bei Familie Siebenschläfer

Zu den markantesten Hauptmerkmalen des Siebenschläfers gehören, große schwarze Knopfaugen, rundliche Ohren so wie ein buschiger Schwanz. Die Fußballen der kleinen Nager sind immer etwas feucht und so geformt, daß selbst steilste Bäume und Mauern ohne Probleme bewältigt werden können. Anzutreffen sind Siebenschläfer in Laubwäldern und großen Gartenanlagen in ganz Europa. Als Tages-Schlafquartier im Sommer dienen Baumlöcher, Vogelhäuschen oder Dachstühle von Häusern, Nachts geht´s dann auf die Piste (Futtertour). Auf dem Speiseplan des Siebenschläfers stehen im Sommer Früchte, Knospen, Rinde, Pilze und Insekten. Zum Herbst hin wird dann auf fettreiche Nahrung umgestellt wie z.b. Eicheln, Kastanien, Nüsse oder Bucheckern. Dies ist wichtig um genug Speck für den langen Winterschlaf zu sammeln. Bereits im September suchen Siebenschläfer ihre Winterquartiere in Höhlen, Altbergbaustollen, Bunkern, und sonstigen frostfreien 7°-Orten auf. Die Phase in der diese Säugetierart Winterschlaf hält, dauert in der Regel von September bis maximal anfang Mai. Während des Schlafes verringert sich die Herzschlagfrequenz von 300 auf fünf Schläge pro Minute, die Körpertemperatur fällt bis auf 5° ab.

Ich bin sechs Meter groß und könnte beißen...

Die Paarungszeit beginnt etwa einen Monat nach dem erwachen aus dem Winterschlaf (Mai-Juni) und kann bis in den August andauern. Ein wissenschaftliches Rätsel ist die vorausschauende Steuerung der Vermehrung dieser Tiere. Denn nur in Jahren mit einem potenziell hohen Nahrungsangebot zum Herbst hin, können die Männchen die Weibchen im Frühling überhaupt Befruchten. Nach getaner Arbeit lässt das Männchen erst mal den Macho raushängen und überlässt die Aufzucht des Nachwuchses den Weibchen. Die Tragzeit der Weibchen beträgt etwa 30 bis 32 Tage. Zur Welt kommen dann 4 bis 6 Junge. Der anfangs noch blinde Nachwuchs öffnet nach ca. 20 bis 30 Tagen die Augen und beginnt sogleich mit der Aufnahme von fester Nahrung. Um genügend Winterspeck zum Überleben des Winterschlafes anzufressen, ist der Nachwuchs von Siebenschläfern also auf ein gutes Nahrungsangebot zur Herbstzeit angewiesen. Siebenschläfer gehören zu den bedrohen Tierarten, aus diesem Grund wurde er zum Tier des Jahres 2004 gekürt.

Rechte:

Darsteller - Der Siebenschläfer
Fotoshooting - Winkelturm Gießen
Fotos - Björn (Bergmann), Olly (Eismann)
Text - Bergmann
Online Arbeit - Björn und Olly

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