(ältere Berichte über den Wuppertaler Luftschutz befinden sich unter dem aktuellen Text)

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Der falsche Eduard

 Stollenmundloch mit Betonplombe

Zunächst geht es ums Wasser....

Es war in der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts, die Industrialisierung schritt auch im heutigen Wuppertal ganz mächtig voran. Das Textilgewerbe boomte und mit ihr der Wasserbedarf der zahlreichen Färbereien und Bleichereien. Für den häuslichen Bedarf blieb daher nicht viel Wasser übrig. So schlossen sich einige spitzfindige Wichlinghausener Bürger zusammen, um der Wasserknappheit in ihrem Ort Abhilfe zu schaffen. Ab circa 1873 wurde ein Stollen gebaut, der Eduardstollen, um Wasser aus dem quellenreichen Gebiet bei Bracken zunächst nach Hottenstein zu leiten. Dort wurde es mechanisch gereinigt und den Abnehmern in Wichlinghausen zugeführt. Heute ist jener Stollen als Bodendenkmal eingetragen. Doch dazu später mehr.....

 Blindstollen im Größenvergleich

Was ist heutzutage noch zu sehen?

Nahe dem Flüsschen Junkersbeck befindet sich der Eingang in ein kleines Stollensystem. Der aus Ziegelsteinen gemauerte Eingang ist durch eine Betonplombe verschlossen worden, dadurch ist eine Befahrung aktuell nicht mehr möglich. Hinter dem Eingang knickt der etwa einen Meter breite Gang um 90° nach links ab, um nach etwa zwei Metern wieder um 90° nach rechts abzuknicken. Der sich anschließende Stollen ist auf den ersten sieben Metern in Bruchstein gemauert, dann folgt ein 1,4 Meter langer Ausbau mit gewölbter Decke aus Ziegelsteinen. Das nächste, 15 Meter lange Teilstück des ab hier gut zwei Meter breiten Stollens ist nicht ausgebaut. Der Stollen erreicht dann eine Abzweigung, ausgemauert mit Hartbrandklinkern, das Hangende wird hier durch Doppel-T-Träger gestützt. Der nach links abzweigende Stollen führt auf 29 Metern wieder durch den blanken Fels. Dann folgt ein mit Ziegelsteinen ausgebauter Knick um 30° in Richtung Süden, an den sich ein ca. 4 Meter langer, enger werdender Stollenstumpf anschließt. Dieser Bereich ist teilweise mit Abraum angefüllt. Von der zuvor genannten Abzweigung geht ein weiterer nicht ausgebauter Stollen in südwestliche Richtung weiter. Nach 22 Metern beginnt ein Ausbau aus Ziegelsteinen mit leicht gewölbter Decke. Die so ausgebaute Strecke ist nur wenige Meter lang, denn der Stollen ist dort durch einen Steinbruch angeschnitten und mit Schutt und Geröll verfüllt worden.

 kunstvoll gemauerter Eingangsbereich

Ein Wasserstollen?

Der Stollen und der Steinbruch sind als Bodendenkmal eingetragen. Dort wird der Stollen als jener Wasserstollen Eduard deklariert. Allerdings ist der vorgefundene Stollen aufgrund seiner Bauart und seinem Verlauf definitiv nicht als Wasserstollen gebaut oder benutzt worden, es handelt sich also nicht um den Wasserstollen Eduard. Aus diesem Grund nannten wir ihn den „falschen Eduard“. Der verwinkelte Eingang und die sehr geräumigen Stollen lassen vermuten, dass es sich bei diesem Objekt um einen Luftschutzstollen handelt. Der Stollenstumpf und der dort liegende Abraum zeugen von einem angefangenen, aber nicht weitergeführtem Vortrieb. Ebenso sind im gesamten Stollen keinerlei Reste einer Anlage zur Bewetterung oder Beleuchtung zu erkennen. Auch Hinweise auf Druckschutztüren im Bereich des verwinkelten Eingangs sind nicht auszumachen. Das lässt vermuten, dass offenbar erst gegen Ende des zweiten Weltkrieges angefangen wurde, die Anlage aufzufahren, doch mit dem Ende des Krieges wurde der Bau abrupt abgebrochen.

 Luftschutzstollen in Wuppertal-Nächstebreck

Und der echte Eduard?

Ja, der versteckt nach wie vor hartnäckig in den Tiefen der Junkersbeck....

Tief im Tal der Junkersbeck,
ja, das ist ein gut Versteck.
Dem Eduard sein großer Stollen,
der ist und bleibt bis heut verschollen!

 Doppel-T-Träger unter Tage

Bericht & Gedicht: DrKlöbner
Fotos: Bergmann und Eismann
Vermessung: DrKlöbner
Onlinestellung: Bergmann & Eismann

 jetzt wisst ihr auch, was unser "Zurück-Button" zeigt!

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Reichsbahn-Luftschutz in Wuppertal-Vohwinkel (RB-LS, W-Vohwinkel)

Einleitung:


Manch einer wird sich sicherlich wundern, warum hier nun ein Bericht über den Bahnhof und den damit verbundenen Luftschutzbaumaßnahmen im Zweiten Weltkrieg über den Verkehrsknotenpunkt Vohwinkel online gestellt wurde. Nun ja, zwei Personen von „untertage-übertage.de“ wohnen nun mal in Wuppertal – und da ist es am naheliegendsten, den örtlichen Luftschutz ein wenig näher zu beleuchten, äh – ich meine natürlich auszuleuchten. Und Vohwinkel deshalb, da wir uns in letzter Zeit häufig mit diesem Stadtteil beschäftigten und wir uns das Fernziel in den Kopf gesetzt haben, den Luftschutzbau in der Stadt Wuppertal mal systematisch zu erforschen. Also fangen wir mal ganz im Westen der Stadt an. Wenn alles klappt, werden wir irgendwann die Thematik mit einem Luftschutzbericht aus Langerfeld oder Beyenburg abschließen. Naja, ein Anfang ist gemacht und wer weiß, wie es mit der ganzen komplexen Geschichte „Luftschutz in Wuppertal“ weiter geht. Natürlich können und wollen wir nicht alle Luftschutzanlagen in Wuppertal einzeln vorstellen. Das wäre ja schon anhand der zahlreichen (ca.600) Luftschutzstollen ein sinnloses Unterfangen.

Aber wichtige Einzelbauwerke, wie die Hoch- und Tiefbunker, vor allem in Barmen und Elberfeld, sowie einige ausgewählte LS-Stollen werden in nächster Zeit schon auf unserer Seite ihren Platz finden. Dazu werden sich noch einige wichtige und ausgewählte Objekte wie Verkehrsknotenpunkte, sowie einige Werkluftschutzstollen hinzu gesellen. Abgerundet wird das Ganze noch mit einigen (kleinen) Berichten über diverse (und seltene) Kleinbunker und Splitterschutzzellen im Wuppertaler Stadtgebiet. (Zwei Splitterschutzzellen der Bauart Humerohr in Wuppertal gibt es schon unter der Kategorie „Splitterschutzzellen“ hier auf unserer Seite zu sehen.) Besondere Beachtung verdienen auch die bombensicheren verlagerten Produktionsstätten der Rüstungsindustrie im Stadtgebiet. (Dazu mehr unter der Rubrik „U-Verlagerung“ – ebenfalls auf unserer Seite zu finden.) Das Angebot um fast zurzeit die Verlagerungsprojekte Trusche, Kauz und Goldammer. Okay, ihr wisst nun bescheid, woll? Viel Spaß nun bei dem folgenden Bericht über den Bahnhof Vohwinkel und den noch vorhandenen Resten der Reichsbahn-Luftschutzanlagen...

 Gegen das Vergessen...

Es gibt zwar neuerdings den „Hauptbahnhof“ in Wuppertal-Elberfeld, doch die größten Bahnhöfe in Wuppertal sind die Bahnhöfe Oberbarmen ganz im Osten und Vohwinkel ganz im Westen der Stadt. Die beiden großen Innenstädte Barmen und Elberfeld verfügen jedoch über einen recht kleinen Bahnhof, geografisch bedingt, während man in Oberbarmen und Vohwinkel doch viel mehr Platz hat.

Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel:

Wuppertal, Luftschutzort erster Ordnung und Stadt der Trassen und Bahnhöfe. Bis in die 70er Jahre gab es noch weit über 30 Bahnhöfe in der Stadt. Heute sind es nur noch 10 Anfahrtspunkte. Der westlichste noch in Betrieb befindliche Bahnhof ist der in Wuppertal-Vohwinkel. Mit der Eröffnung der Düsseldorf-Elberfelder Bahn im Jahre 1841 erhielt auch die Stadt Vohwinkel (Die Stadt Wuppertal gibt es erst seit 1929) ihren Bahnhof. Ab dem 21.05.1841 konnten Reisende von Vohwinkel aus mit der Bahn in Richtung Erkrath und Düsseldorf fahren. Ab dem 01.09.1841 konnte man bereits in die östliche Richtung, bis zum Bahnhof Elberfeld-Steinbeck reisen. Als wenige Jahre später die Prinz-Wilhelm Bahn in Richtung Essen-Steele fertiggestellt war, wurde er schon früh (am 01.12.1847) zum Abzweigbahnhof.

 Haupteingang des Bahnhof Vohwinkel

Zunächst lag der Bahnhof etwas westlicher, als wir ihn heute kennen. Erst Anfang 1900 begann man mit dem groß angelegten Umbau des Bahnhofes. Die gesamte Bahnhofsanlage wurde um ungefähr 200 Meter nach Westen verlegt und komplett neu errichtet. Die Personengleise und Bahnsteige wurden nun als offenes Dreieck erbaut. (Keilbahnhof) In diesem Dreieck wurde das neue Empfangsgebäude mit Schalterhalle und Unterführungen zu den Bahnsteigen erbaut. Zeitgleich wurde ganz im Westen ein mehrerer Kilometer langer Rangierbahnhof angelegt. Zudem kam noch ein neues Betriebs- und Ausbesserungswerk im östlichen Teil des Bahnhofgeländes. Der neue Bahnhof Vohwinkel, so wie er heute aussieht, wurde am 01.12.1908 eröffnet. Als wichtiger Bahnhofsknotenpunkt der Reichsbahn waren die gesamten Gleiskörper und Gebäude der Eisenbahn in Vohwinkel auch sehr Luftschutzgefährdet, so dass ab Sommer 1943 mit dem Schutzraumbau in diesem Bereich begonnen wurde. Und einige dieser LS-Baumaßnahmen wollen wir euch nun näher vorstellen...

Erkundung und Befahrung der Luftschutzanlagen rund um den Bahnhof Vohwinkel:

Bahnhofsbunker:

Direkt am Gleiskörper gelegen befindet sich einer der zentralen Schutzbunker für die Reisenden am Bahnhof Vohwinkel. Dieser Luftschutzbunker wurde komplett fertiggestellt und in Hangbauweise, also eine Mischung aus Luftschutzstollen und Hochbunker, errichtet. Insgesamt hat der Bunker acht Räume wovon drei mit Rundbogen und der Rest eckig ausgebaut wurden. Komplett ausgestattet mit Eingangsverwinklung, Gasschleusen, Abortraum, Druckschutz- und Gasschutztüren galt der kleine Bunker als bombensicher. Gebaut wurde diese Luftschutzanlage im Jahre 1943. In den Luftschutzräumen im Inneren des Bunkers findet man heutzutage keinerlei Anzeichen für Sitzplätze, beziehungsweise für deren Befestigungen. Alle Einbauteile wie Kurbellüfter und Lüftungsrohre sind heute verschwunden. Aus Gründen der Nachkriegsnutzungen des Kriegsrelikts ist es heute sehr schwierig geworden, den genauen Bestimmungszweck der einzelnen Räume zu bestimmen.

Erkundung des Bunkers:

Wir erkundeten den Weltkriegsbunker durch den einzigen offen stehenden Zugang (siehe Grundriss (1)), dem westlichen Eingang. In diesem offenen Eingangsbereich mit den Maßen von 1,60 x 1,60 Metern befindet sich in einem schmalen Gang auf rechter Seite die halb offene Druckschutztür, welche in den Vorraum (2) der Luftschutzanlage führt. In dem ersten Raum, der eine innere Grundfläche von 3,00 x 3,00 Metern und eine Raumhöhe von 2,20 Metern hat, befinden sich zwei weitere halboffene Gasschutztüren. Die Tür linker Hand führt in einen kleinen separaten Raum von 1,75 x 1,10 Metern Größe (3). Die andere Gasschutztür, in der Mitte des Vorraumes gelegen, führt weiter in das Luftschutzbauwerk. Nach einem kleinen Durchgang befinden wir uns erneut in einem Raum (4), dessen Maße 1,78 x 3,00 Meter betragen. Auch dieser Raum hat eine Höhe von 2,20 Metern und wurde im rechteckigen Querschnitt errichtet. In einer Nische an der Wand befinden sich hier die Reste einer Telefonanlage. Die Kabelführung ist noch sehr gut zu erkennen. Nach einem weiterem Türdurchgang befinden wir uns in einem Raum (5), wo sich die ehemaligen Aborte  des Bunkers befanden. Der Abortraum ist 2,00 x 3,00 Meter groß, wobei die beiden Abortnischen (6) eine Größe von 0,85 x 0,95 Metern haben. Das innere Raumaufteilungskonzept besteht im wesentlichen aus Mauerwerk, vornehmlich aus Hartbrandklinkern im Reichsformat (25 x 12 x 6 Zentimeter). Zur Vermauerung kam hochhydraulischer Mörtel der Gruppe 3 (Zementmörtel) zum Einsatz.

Ab hier ändert sich auch der Querschnitt des Betonklotzes aus unserer grauen(-haften) Vergangenheit. Dieser und der nächste Raum sind im Rundbogen (Tonnengewölbe) ausgebaut. Die Deckenhöhe im Scheitelpunkt beträgt nun 2,35 Meter. Gegenüber der Aborte befanden sich vier Handwaschbecken, was darauf schließen lässt, dass der LS-Bunker neben Strom auch über eine Wasserversorgung verfügte. Nach einem weiteren Türdurchgang, mittig im Raum befindlich, erreicht man den größten Luftschutzraum (7) dieser Bunkeranlage. Dieser LS-Raum wurde ebenfalls in Rundbogenweise errichtet und hat eine Größe von 6,35 x 3,00 Metern. Dieser Bunkerraum wurde im Krieg weiß gekälkt (Leimkalkmischung) und im weiteren Verlaufe seiner Existenz mindestens einmal mit weißer Dispersionsfarbe übergestrichen. Weiter in Richtung Osten erkundet, folgt danach der letzte Raum (8), welcher nun wieder rechteckigen Ursprungs ist und eine Größe von 3,50 x 3,00 Metern und eine Höhe von wiederum 2,20 Metern hat. Durch die verschlossene Druckschutztür am Ende dieses Raumes gelangt man wieder in den zweiten Eingangsbereich (1) des Bunkers, der wieder eine Größe von 1,60 x 1,60 Metern hat, wobei der kleine einzelne Raum, wie bei dem westlichen Eingangsbereich, hier fehlt. Die betonierte Abschlussdeckenstärke bei dem gesamten Luftschutzbunker beträgt 1,20 Meter Stahlbeton, wobei ein Teil in den Berghang integriert wurde und der restliche Teil des Bunkers mit Schutt und Steinen abgedeckt wurde.

Abschließend kann man sagen, dass der Bahnhofsbunker in Wuppertal-Vohwinkel hervorragend gegen Gasangriffe, Detonationsdruckentwicklung und Abwurfmunition jeglicher Art gesichert war. Neben den beiden Schutzraumtüren in den Eingangsbereichen, den Druckschutztüren aus Stahl mit Doppelverriegelung, waren sämtliche Durchgänge im Inneren des Konstrukts mit gassicheren Türen aus Holz in Metallrahmen gefasst, komplett mit Guckloch, ausgestattet. An einer der Gasschutztüren fanden wir noch den Hersteller: Josef Bauer, Stahltürenbau, Essen. Insgesamt konnten wir die Reste von sechs Handwaschbecken und zwei Aborten mit Holztüren in dem Reichsbahnbunker entdecken. Hinweise auf Sitzplätze konnten leider nicht mehr identifiziert werden. Doch eines ist auf jeden Fall sicher. Der Bunker erfuhr (mindestens) zweimal eine Nachkriegsnutzung, wobei er neu gestrichen wurde und eine neue Beleuchtung erhielt.

Fotostrecke: Bahnhofsbunker

 Raum (8) mit Blick in Richtung Ausgang

 Raum (8) mit Blick in den Hauptluftschutzraum

 Raum (7) mit Blick in Richtung Aborte & Raum (4)

      

rechts die Aborte, im weiteren Verlauf Raum (4)                                                     Gasschutztüren, im Hintergrund Raum (3)

 Luftschutztür - Josef Bauer, Stahltürenbau, Essen

Luftschutzkeller:

Unter dem Bahnhofstunnel zu den Gleisen, den die Reisenden täglich nutzen, befand sich versteckt ein Luftschutzkeller, welcher an den Gepäcktunnel und den Versorgungseinrichtungen vom Bahnhof Vohwinkel angegliedert war. Im Untergrund ist noch einiges versteckt. Es existieren noch heute zahlreiche unterirdische Gänge unter dem Bahnhof Vohwinkel, in denen einige Räume und Bereiche mittels einer Druckschutztür und behelfsmäßigen Raumabsteifungen zum LS-Keller umfunktioniert wurden. Bei einem Bahnhofs-Fest im Jahre 2009 konnten die Tunnel und Gänge unter dem Bahnhof Vohwinkel besichtigt werden. In den darauffolgenden Jahren wurde der unterirdische Bereich leider umstrukturiert, so dass die letzten Druckschutztüren und andere Relikte aus der Weltkriegszeit nun nicht mehr vorhanden sind.

Fotostrecke: DST (Fotos von Schlufine/Wuppertal-Untertage)

 Gepäcktunnel im Bahnhof Vohwinkel

 Luftschutzkeller des Bahnhofs

 Rundbogengewölbe des LS Bauwerks

 Luftschutztür

 Treppenhaus der Luftschutzanlage

Luftschutzstollen:

Dieser nicht vollendete LS-Stollen der Reichsbahn in Wuppertal-Vohwinkel wurde im Zuge der Zweiten Welle der Luftschutzbaumaßnahmen ab Sommer 1944 begonnen. Ausgangspunkt der Stollenbaustelle war eine Steilwand südlich vom Betriebsgelände des RAW (Reichsbahn-Ausbesserungs-Werk) in Vohwinkel. Mit einer Überdeckung von einer 30 Meter mächtigen Kalksandsteinschicht war der Stollen schon nach wenigen Metern absolut bombensicher. Der von der „ArGe Reichsbahn“ unter der Regie der Luftschutz-Ortsgruppe Tesche gebaute LS-Stollen gibt heute ein gutes Beispiel ab, wie eilig der Schutzraumbau noch gegen Ende des Krieges voran getrieben wurde. Seltsamerweise wurde der östliche Eingang mit einem Splitterschutzvorbau samt Gasschleuse und einer Eingangsverwinklung in Beton- und Ziegelausbau versehen, während der westliche Eingang zum Luftschutzstollen lediglich mit einer Druckschutztür gesichert war. Letzerer war nur provisorisch, da der Stollen sich noch im vollen Vortrieb befand, als er schon zu Luftschutzzwecken dienen musste. Doch die Bauarbeiten wurden offenbar abrupt eingestellt. Wie der nun folgende Riss verdeutlicht, sieht man noch gut die Örter für den weiteren Stollenvortrieb, doch der vorhandene Schutzstollen musste erst mal genügen, zumal sich in unmittelbarer Nähe drei weitere Luftschutzanlagen befanden, welche allesamt den Endausbau erreicht hatten.

Beschreibung und Befahrung:

Wir befahren den U-Förmigen Luftschutzstollen zunächst durch einen kleinen Schluf in den östlichen Eingang. Dieser Eingang ist mit einer Splitterschutzmauer vor dem eigentlichen Mundloch gesichert. In diesem Mundloch befand sich eine Druckschutztür, welche nun verrostet und verformt in dem zu zweidritteln verfülltem Eingangsbereich liegt. Nach der Druckschutztür führt ein mit Klinkermauerwerk ausgekleideter Stollen im rechten Winkel ins Gebirge. Der Stollen hat eine Breite von 1,10 Metern und eine Höhe von 1,90 Metern. Hier hat sich ein wenig Sickerwasser angesammelt. Die Wasserhöhe bei unserer ersten Befahrung am 27.08.2009 war bei ungefähr 10 Zentimetern. Nach einer Länge von 13,50 Metern knickt der Stollen im rechten Winkel nach links ab. Von hier ab ändert sich auch das Stollenprofil. Der weitere Stollenverlauf hat nun eine Hufeisenform. Die unteren Stöße auf der Sohle haben einen Abstand von exakt 2 Metern. In der weitesten Wölbung in dem Querschnitt hat der Luftschutzstollen eine Breite von 2,30 Metern. Die Abmessung zwischen Sohle und Firste beträgt ebenfalls 2,30 Meter. In dieser 45 Meter langen Stollenstrecke befinden sich an der rechten Seite zwei weitere Vortriebe, die schon nach fünf, und einem Meter blind im Gebirge enden.

Wie in den Abzweigungen auch wurde der Luftschutzstollen hier mit Beton ausgekleidet. Der eigentliche Stollenquerschnitt war also beim Vortrieb um einiges größer und wurde mit Abraum hinterfüllt, wie man in der Ortsbrust in der ersten Abzweigung noch sehr gut sehen kann. Nach ungefähr 10 Metern liegt ein verrosteter Luftschutzofen und eine alte Pfanne auf der Sohle. Die Reste von Einbauten für Bänke oder Sitzgelegenheiten sind nicht zu finden. Wir fanden allerding einige bunte Glasperlen, die in den Bombennächten vermutlich als Kinderspielzeug gegen die Langeweile im Stollenbunker gedient hatten. Das wiederum lässt uns schlussfolgern, dass die Bediensteten der Reichsbahn, zumindest bei diesem LS-Stollen, ihre Familie mit in den Schutzstollen nehmen durften. Da dieser Luftschutzstollen in Wuppertal nie fertiggestellt wurde, ist davon auszugehen, dass in ihm nur provisorische Stehplätze für die Schutzsuchenden zur Verfügung standen. Folgt man der Stollenstrecke bis zum Ende, befindet man sich nun in einem Raum von 5,50 x 5,00 Metern Größe. Der Raum hat eine Höhe von 3,50 Metern und befindet sich augenscheinlich noch im Ausbruchzustand. Die heraus gesprengten Gesteinsmassen liegen immer noch im Stollen und wurden nicht mehr abtransportiert. An dieser Stelle kann man auch sehr schön erkennen, wie die Verschalung aus Sedimentbögen immer wieder verwendet wurde. Ein Teil der Verschalung zur Auskleidung der Stollen befindet sich immer noch im LS-Stollen.

Nach dem Raum knickt der Stollen erneut nach links, in Richtung Steilwand ab. Dieser letzte Stollenabschnitt hat eine Länge von 23 Metern, ehe er wieder über Tage, auf dem Gelände endet. Dieser Stollenabschnitt wurde zum Teil ausgebaut und hat denselben Querschnitt wie der Mittelteil. Zum anderen Teil befindet sich der zweite Zugang im standfesten Gebirge. An der Tagesöffnung war lediglich eine (provisorische) Druckschutztür eingebaut, welche sich in einem Klinkerwerk im Stollenmundloch befand. Auf eine Eingangsverwinklung oder einem Splitterschutzvorbau wurde hier komplett verzichtet, da dieses Stollenmundloch immer noch zum Abtransport des Ausbruchs diente. Bei diesem Luftschutzstollen handelte es sich nur um eine provisorische Luftschutzanlage, da er nie seinen bestimmten Endausbauzustand erreicht hatte. Von diesen sogenannten „U-Stollen“ gibt es eine Menge in Wuppertal und es sind die letzten wichtigen Zeugen, wie verzweifelt und hektisch man noch gegen Ende des Zweiten Weltkrieges versucht hatte, geeignete Luftschutzbauwerke für die Zivilbevölkerung und den Werksangehörigen diverser Firmen und wie in unserem Fall der Reichbahn, zu bauen. Da wir wissen, dass das Bahngelände in Wuppertal-Vohwinkel schweren Bombenangriffen ausgesetzt war, hoffen wir, dass in diesem nie fertiggestellten Luftschutzstollen trotzdem einige Bürger einen sicheren Zufluchtsort in den Bombennächten fanden.

Fotosstrecke: LS-Stollen

 der östliche Zugangsstollen

 Eismann & Frank untertage...

 betonierter Stollenausbau

 Verschalung im Stollen

 Stollenimpressionen

 Müll, Müll, und noch mehr Müll

 Stollenprofil mit Querschlag

 Ofenreste im Luftschutzstollen

 Glück auf...

Deckungsgraben:

Bei dieser Anlage handelt es sich um einen kleinen Bunker der Reichsbahn. Zwar ist die Bauweise der eines Deckungsgrabens sehr ähnlich, aber die massive Decken- und Wandstärke, sowie die Ausstattung lässt auf einen sehr sicheren Luftschutzbunker der Reichsbahn schließen, doch dazu später mehr. Beim Bau der Luftschutzanlage wurde wie beim Deckungsgrabenbau auch zunächst ein Graben ausgekoffert. In diesem entstand danach der halb erdversenkte LS-Raum in offener Bauweise. Normalerweise weisen die Luftschutz-Deckungsgräben lediglich eine sehr geringe Wand- und Deckenstärke auf, so dass sie nur Schutz gegen Tieffliegerbeschuss, Brandbomben und Trümmer boten. Doch dieser Deckungsgraben wurde mit einer Decken- und Wandstärke von 1,60 Metern, beziehungsweise 1,30 Metern stahlarmierten Beton erbaut. Zudem wurde der fast 29 Meter lange Luftschutzbunker mit Gasschleusen, Kurbellüfter und Abortraum ausgestattet. Alles in allem kann man sagen, dass die Insassen in diesem Bunker wesentlich sicherer waren als in herkömmlichen Deckungsgräben. Erbaut wurde der LS-Bunker im Sommer 1943 von der Reichsbahn und war nur für Arbeiter von dem Rangierbahnhof in Vohwinkel gedacht.

Er besteht aus einem Haupt-Luftschutzraum mit zwei Eingängen, die beide mit einer Druckschutztür verschlossen werden konnten. Der Hauptschutzraum (siehe Grundriss (3)) hat eine Größe von 15,50 x 3,00 Metern und eine Höhe von 2,20 Metern. Hinzu kommen jeweils zwei Gasschleusen (1) mit Eingangsverwinklung und an jedem Ende ein Vorraum (2) mit einer Größe von 2,50 x 3,00 Metern. Vor der östlichen Schleuse befinden sich die beiden Aborträume (4) mit einer Abmessung von jeweils 0,84 x 1,40 Metern. Auch in diesen Bunker besteht die Raumaufteilung aus Hartbrandklinkern, genauso wie im oben beschriebenen Reichsbahnbunker auch. Zur klimatischen Verbesserung des Raumklimas erhielten die Schutzräume eine Schicht Putz der Mörtelgruppe 2 (Kalkputz), zur Feuchtigskeitsregulierung.

Da der Bunker mit einem Schutzraumbelüfter ausgestattet war, konnte sich das Reichbahnpersonal in ihm absolut sicher vor den gefürchteten Gasangriffen in Sicherheit wägen. Um den LS-Bunker mit „Überdruck“ zu fahren, musste stets der Kurbellüfter betätigt werden. Die Rückschlagventile der Firma Auer aus Berlin wurden leider allesamt entfernt. Schade. Doch ein Teil der ausgebauten Lüftungsrohre befinden sich nachwievor noch im Deckungsgraben und oxidiert vor sich hin. Bei unserer Erkundung verrieten uns die Aussparungen und die Reste von Bankhalterungen an den Wänden, dass in diesem Bunker reichlich Sitzplätze vorhanden waren. Er soll einmal 110 Schutzsuchenden Platz geboten haben.

Fotostrecke: Reichsbahn-Deckungsgraben

 Deckungsgraben am Rangierbahnhof

 Eingangsbauwerk

 Hauptluftschutzraum mit extremer Vermüllung

 Reste der Lüftungsanlage

 Lampenfassung

 Druckschutztür der Gasschleuse

Heute ist der kleine Reichsbahnbunker noch sehr gut erhalten. Die Bausubstanz ansich, der Stahlbeton also, ist unverändert. Doch das Innenleben des Bunkers erinnert ein wenig an die Schlacht im Teutoburger Wald, oder an Dresden 1945. Es sieht aus wie Karl Friedrich auf Eimer. Oder wie bei Hempels... Einige Originalteile wie Luftschutzschrank, Druckschutztüren und Kurbellüfter sind noch erhalten. Leider diente der Bunker auch lange Zeit als Müllkippe – er ist voll mit Mist. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Schutzbauwerk von der Bahn noch einige Zeit als Lager genutzt, was die vielen Bahnrelikte im Inneren nur unterstreichen. Zudem wurde in der Nachkriegszeit noch eine neue Licht-Installation eingebaut. Nur in den Gasschleusen sind die Fassungen und Kabel noch im Original erhalten geblieben. Irgendjemand meinte auch, es wäre eine gute Idee, im Luftschutzraum ein Feuer zu entzünden. Keine Ahnung was dort verbrannt wurde, die Flammen waren jedenfalls heiß genug um die betonierte Decke im Inneren des Bunkers abplatzen zu lassen. Natürlich wurden auch die Kabelleisten und die Lampenfassungen bis zur Unendlichkeit verschmort.

Die Zukunft der kleinen Luftschutzanlage auf dem ehemaligen Güterbahnhof in Wuppertal-Vohwinkel ist ungewiss, zumal das gesamte Areal zurzeit umgebaut wird. Aus dem Güterbahnhof wird voraussichtlich ein neues Gewerbegebiet, in dem wahrscheinlich kein Platz für ein Luftschutz-Denkmal aus dem Zweiten Weltkrieg ist. Warten wir es ab! Wir halten euch auf dem Laufenden...

Weitere Luftschutzbauwerke im Bahnhofsbereich Vohwinkel?

Luftschutzstollen Bahnstraße, Wuppertal-Vohwinkel:

Im Zuge von Strassenbaumaßnahmen wurden die Stollenmundlöcher verschlossen und sind verschwunden. Daher an dieser Stelle keine Fotos vom LS-Stollen.

Eisenbahnflak – Tescher Tunnel:

Ein wichtiger Standort der Eisenbahnflak-Geschütze war ebenfalls der Rangierbahnhof in Wuppertal-Vohwinkel. Als letzte Erhöhung im Westen des Bergischen Lands hatte die Eisenbahnflak in Vohwinkel einen strategisch günstigen und wichtigen Standpunkt. Von hier aus konnten alle feindlichen Flieger in Richtung Wuppertal Elberfeld und Barmen abgewehrt werden. Bombensicherer Unterstellplatz für die Züge war der nahegelegene Tescher Tunnel, in dem sich auch das Munitionslager und die Mannschaftsräume der Flakhelfer (Heimat-Flak) befanden. Die an den Tescher-Tunnel angegliederten Stollen sind heute fast alle verfüllt und zugemauert worden. In einigen Stollen kann man noch einige Meter weit schlufen, bevor die Verfüllung von Sand- und Zementschlämme das Vorhaben zunichte macht. Der Tescher Tunnel ist seit etwa einem Jahr auch nicht mehr zu erkunden, da nun ein Bauzaun den „gefährlichen“ Tunnel vor Neugierigen schützt. Im Inneren des Tunnels findet seit mehreren Monaten ein Wrestling-Match zwischen Kämpfern von der Trassenbewegeung, der Stadt Wuppertal und dem Naturschutzbund statt – und die Herrschaften wollen in ihrem Treiben nicht gestört werden. 

Fotostrecke: Tescher Tunnel (mit Mannschafts- und Munitionsstollen)

 Tescher Tunnel in Wuppertal-Vohwinkel

 Tunnelstrecke

 Ausweichbuchten im Tescher Tunnel

 verfüllter Zugang der Lager

 Munitionsstollen der Flak

 Eismann bei der Erkundung

 Ausweichbucht mit Betonplombe

Dieser kleine Bericht soll lediglich einen kleinen Einblick in das Luftschutz-Bauprogramm in Wuppertal-Vohwinkel, speziell der Reichsbahn, geben. In Vohwinkel wurden im Zweiten Weltkrieg keine großen zentralen Hochbunker oder Tiefbunker, wie wir sie aus Barmen oder Elberfeld kennen, erbaut. Uns sind nur die 17 Luftschutzstollen für den Zivilschutz, die 5 großen Werkluftschutzstollen, sowie einige kleine Selbstschutz-LS-Anlagen in Wuppertal-Vohwinkel bekannt. Über weitere Informationen und Standorte von Luftschutz-Bauwerken in Vohwinkel würden wir uns sehr freuen. Infos bitte an: nachricht@stollenhausen.de - Danke!

Vor Ort: Bergmann, Dr.Klöbner, Elke, Eismann, Frankfuchs, Lampe und Schlufine (2009-2011)
Zu Hause vorm Rechner: Eismann, Überarbeitung: Bergmann, Dr.Klöbner und Lampe
Stollenriss: Vermessung: Eismann, Zeichnung: Bergmann
Vermessung der Luftschutzbunker in Wuppertal-Vohwinkel: Bergmann, Dr. Klöbner und Eismann
Bunkerpläne 1:100 gezeichnet von Markscheider Bergmann unter dem Soundmantel sämtlicher Postmortem-Alben...
Fotos: Bergmann, Eismann & Schlufine (Luftschutzkeller)
Danke und Glückauf: Bürgerbahnhof, Heimatverein Vohwinkel, Schlufine, Frank und Campingfunker (Grüße an dieser Stelle nach Vohwinkel)

Ein besonderes „Dankeschön“ an die Betreiber der Firma „Africar“, welche uns auf ihrem Grundstück die Erlaubnis zum Fotografieren, Graben, Erforschen und Befahrung des Luftschutzstollens gaben.

...unterwegs in Stollenhausen, © 2011, untertage-übertage.de...

...weiterführende links:

www.wuppertal-untertage.de

www.bürgerbahnhof.de


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Luftschutzbunker in Wuppertal - Tiefbunker Döppersberg

Im Zentrum von Wuppertal-Elberfeld, zwischen der Innenstadt und dem Hauptbahnhof befindet sich der Döppersberg. Der Döppersberg ist einer der Hauptverkehrsknotenpunkte in der Talachse. Reges Treiben, Lärm und Hektik herrscht an der gleichnamigen Schwebebahnstation und auf dem Busbahnhof. Doch schon wenige Meter unterhalb des Trubels wird es zunehmend ruhiger - denn dort befindet sich einer der Tiefbunker in WuppertalGeht man durch einen der drei Eingänge hinab, gelangt man nach wenigen Treppenstufen in den unterirdischen Tiefbunker und leicht modriger Geruch steigt in die Nase. Der Tiefbunker ist der zweite Groß-Schutzraum, der in Wuppertal gebaut wurde. Baubeginn war 1940 und Fertiggestellt wurde der Bunker im Jahre 1942.

Der Tiefbunker war neben dem Tiefbunker unter dem Neumarkt und der Stollenanlage an der Post, einer der wichtigsten Luftschutzanlagen im Bereich der Elberfelder Innenstadt und dem heutigem Hauptbahnhof. Er liegt direkt neben der Wupper. Obwohl er unterhalb des Wasserspiegels liegt gab es dank dem Felsmassiv, auf dem sich Elberfeld befindet, keinerlei Probleme mit Wassereinbrüchen beim Bau des Bunkers. Der Tiefbunker am Döppersberg 10 war ausgelegt für eine Normalbelegung von 821 Schutzplätzen. (419 Liegeplätze und 402 Sitzplätze) Doch wegen der großen Bevölkerungsdichte in Elberfeld und den daraus resultierenden Andrang bei Angriffen wurde der Bunker auf 1.173 Schutzplätze erweitert. (1.170 Sitzplätze und 3 Liegeplätze)

Die Vorläufige Notbelegung setzte sich wie folgt zusammen:

- 68 Einzelschutzräume mit jeweils 10 Sitzplätzen
- 5 Aufenthaltsräume mit zusammen 130 Sitzplätzen
- 2 Schutzräume für die Wachgruppen mit jeweils 7 Sitzplätzen
- 2 Teeküchen mit jeweils 5 Sitzplätzen
- 1 Raum für den Bunkerwart
- 1 Erste-Hilfe-Raum mit 3 Liegeplätzen
- und die Bunkerflure für insgesamt 335 Personen.

    

Links: Einer der Eingänge zum Tiefbunker / Rechts: Flur im Tiefbunker Döppersberg

Der Tiefbunker wurde 1988 bis 1990 von Grund auf renoviert und ist heute Zivilschutzbunker der Stadt Wuppertal mit 950 Schutzplätzen. Die Eingangsbereiche der Luftschutzanlage sind noch im Originalzustand erhalten geblieben und erinnern an die grausame Zeit des Zweiten Weltkriegs! Alle anderen Einrichtungsgegenstände (zum Beispiel die Schutzraum-Lüfttungsanlage von der Firma Anton Piller aus Osterode/Harz) stammen aus den 80er Jahren.

Sonstige vorhandene Schutzraumeinrichtungsgegenstände im Tiefbunker Döppersberg:

- 15.000 Einmal-Einsatzbeutel
- 300 Sammelbeutel
- 10 Behälter für Sammelbeutel
- 6 Faltbehälter für Trinkwasser
- 6 Handlampen
- und jeweils einmal:

Blechspind, Einheitskrankentrage, Entnahmeschlauch für Trinkwasserbehälter, Füllschlauch für Trinkwasserbehälter, Handpumpe zur
Abwasserbeseitigung, Stuhl, Tauchpumpe mit Schlauch, Tisch...
Die im Ernstfall benötigten Werkzeuge können kurzfristig besorgt werden...

    

Links: Druckschutztür / Rechts: Latrinen

    

Links: Schutzraumbelüfter und Schlufine / Rechts: Zugänge zu den einzelnen Schutzräumen im Tiefbunker

Text und Fotos: Eismann
Infos: Feuerwehr Wuppertal (vielen Dank)

© www.untertage-übertage.de