Der Regelbautyp 31 – Regimentsgefechtsstand

Der Burgberg in Hürtgenwald-Bergstein

Wieder einmal lockten uns die aus Stahlbeton bestehenden Monumente der ehemaligen Westbefestigungen (Westwall) in die Nordeifel. Ziel der Exkursion: Die Dokumentation der noch vorhandenen Regelbauten im Waldstück „Buhlert“, sowie die Bunkeranlagen auf dem etwa 10 Kilometer entfernten „Burgberg“ in Hürtgenwald-Bergstein. Das kleine Örtchen Bergstein liegt geradezu idyllisch in der Berglandschaft des Nationalparks Eifel. Angrenzend an den Ort der Gemeinde Hürtgenwald, liegt der mit 400,5 Meter über NN gemessene Burgberg. Vom Krawutschke-Turm können Besucher bei gutem Wetter eine hervorragende Aussicht über die Region genießen. Die Position der Anhöhe und die dadurch resultierenden Sichtverhältnisse rückten den Berg im Laufe der Geschichte gleich mehrfach in den Fokus der Militärstrategen. Bereits im Mittelalter wurde die strategische Bedeutung des Berges erkannt, und die „Reichsburg Bärenstein“ errichtet (ca. 1090 bis 1200). In Folge einiger Eroberungsschlachten mit Herrschaftswechsel, wurde die Burg grundlegend zerstört. 

Regelbau 31 - Regimentsgefechtsstand

demilitarisierter Westwallbunker Nr. 370

Hintergrund des Standorts (Westwall)

Erneut ins militärische Augenmerk geriet der Burgberg während der Errichtung des Westwalls durch die Nationalsozialisten. Im Rahmen der Bautätigkeiten für den sogenannten Regimentsabschnitt 8, errichtete die Deutsche Wehrmacht 1938 zwei Bunkeranlagen auf dem Bergrücken. Ein Bollwerk fast auf der Kuppel, sowie ein Bunker am Fuße des Burgbergs. Bei den zum „Limes-Bauprogramm“ (1938/39) gehörenden Regelbautypen, handelt es sich um einen Regimentsgefechtsstand „Regelbau 31“ und einem Gruppenunterstand „Regelbau 10a“. Beide Bunker wurden in der Ausbaustärke B alt (1,5m Wand und Deckenstärke) errichtet. Der Kommandostand „RB 31“ erhielt die taktische Baunummer 370, der kleinere Unterstand „RB 10a“ die Baunummer 371. Der Standort dieser beiden Befestigungsanlagen liegt gut 9 Kilometer hinter der zweiten Hauptkampflinie bei Simonskall und Raffelsbrand. Ende des Jahres 1944 kam es zur „Schlacht im Hürtgenwald“, welche auch unter dem Namen „Allerseelenschlacht“ traurige Berühmtheit erlangte. Im Verlaufe der schweren Kampfhandlungen verloren ca. 70.000 Soldaten auf amerikanischer und deutscher Seite ihr Leben. Im Schutze des Regimentsgefechtsstand befehligte die deutsche Kommandoebene des hiesigen Westwallabschnitts alle Verteidigungsmaßnamen. Dazu gehörte unter anderem, die Verarbeitung des Informationsflusses über Stärke und Verlauf von Kampfhandlungen, sowie die Artillerieleitung. Ein aktives Eingreifen in bewaffnete Auseinandersetzungen konnte aus einem Regelbau 31 nicht geleistet werden, da auf extern wirkende Waffenstände bei diesen Regelbautyp vollständig verzichtet wurde.


Der „Regelbau 31“
Der Regimentsgefechtsstand besitzt eine rechteckige Grundfläche mit den äußeren Abmessungen von ca. 7,50 x 20,00 Metern. Die innere Aufteilung des Bunkers weist acht Räume auf, wobei zwei Räumlichkeiten nahezu identisch sind. Um die reibungslose Funktion des Regelbau 31 zu gewährleisten war eine Besatzung von 32 Mann vorgesehen.

Räum(e) 1 „Gasschleuse(n)“
Die lediglich spiegelverkehrt zu einander konstruierten Gasschleusen, direkt hinter den zwei Hauptzugängen, dienten (wie der Name schon vermuten lässt) hauptsächlich dem Giftgasschutz. Hier boten je zwei gasdicht verschließbare Scharten die einzige Verteidigungsmöglichkeit des Regelbau 31. Die mittels Handfeuerwaffen zu verteidigenden Scharten erhielten ihre Ausrichtung je auf einen Eingang und ins Innere der Schleuse.

Raum 2 „Hauptschleuse“
Die Hauptschleuse erschwerte als zusätzliche Barriere die Erstürmung der Befestigungsanlage. Im Falle einer Explosion innerhalb der Gasschleusen (durch Handgranaten oder ähnlichem), sollte dieser Raum die Bunkerinsassen vor Splitter- und Druckentwicklung schützen. Auch die hier verbauten Panzertüren schlossen vollkommen gasdicht.

Raum 3 „Kommandantenraum“
Der Befehlsstand und Arbeitsplatz des Kommandanten und seines Stellvertreters. Von hier aus kamen alle Befehle, egal ob beim normalen Tagesbetrieb oder im Gefecht. Im Vergleich zur restlichen Bunkeraufteilung und dessen Belegung, konnte der Kommandant einen unverhältnismäßigen Platzkomfort genießen. Wie in den Räumen 4, 6, und 7 befindet sich auch hier eine der Verteidigungsscharten.

Raum 4 „Offiziersraum“
Der an den Kommandantenraum angrenzende Offiziersraum beherbergte neun Personen in Etagenbetten. Um Tags über ausreichend Sitzmöglichkeiten zu schaffen, konnten je die oberen beiden Bettgestelle hochgeklappt werden. Ein kleines Privileg der Offiziere war, die Möglichkeit der Räumlichen Abgrenzung durch eine Tür.

Raum 5 „Schreibstube“
Die Schreibstube besitzt eine direkte Anbindung an das gasdichte Schleusensystem des Regelbau 31. Jeder der den Bunker betreten oder verlassen wollte, musste durch diesen Raum, der auch als Bunker-Wache fungierende. Bis zu sechs Soldaten waren hier nachts untergebracht. Gegen externe Gasangriffe verfügte das Bauwerk über eine Lüftungsanlage mit integrierter Filterung der Atemluft.

Raum 6 „Melderraum“
Alle eintreffenden Meldungen der umliegenden Bunkergruppen wurden hier bearbeitet und ausgewertet. Ursprünglich stellte auch dieser Raum, das Nachtquartier von weiteren neun Personen da. Die Diensthabende Besatzung des Betonklotzes musste in den beengten Verhältnissen, auf jeglichen gewonnen Luxus verzichten.

Raum 7 „Nachrichtenraum“
Der Nachrichtenraum des Gefechtsstands „RB 31“ war mit der zu damaliger Zeit modernsten Kommunikationstechnik ausgerüstet. Über Erdkabel konnte zu jeder Zeit mit dem Festungsfernsprechnetz des Westwalles, sowie des öffentlichen Reichspostnetz kommuniziert werden. Eine weitere Besonderheit des Bunkers stellte der sich in diesem Raum befindliche Notausgang dar.
 

     

       

Der hier vorgestellte Regelbau 31, wurde im Zuge der vorrückenden Alliierten Pioniere gesprengt. Wie unschwer auf den Fotos zu erkennen, birgt das Bauwerk ein erhebliches Verletzungspotenzial. Eine Unachtsamkeit genügt, um sich an den zum Teil extrem spitzen Armierungseisen, erhebliche Verletzungen zuzufügen. Eine weitere (unnötige) Gefahrenquelle, stellen die uns längst vertrauten Müllanhäufungen dar. Ein unbedachter Schritt, kann leicht zum umknicken des Fußes führen, oder Spitze Gegenstände können sich ihren Weg durch die Schuhsohle direkt in den Fuß bahnen. Aus diesen Gründen können wir nur dringend davon abraten, demilitarisierte (gesprengte) Bunkerruinen zu betreten.

Trotz aller Gefahrenquellen, ist es meines Erachtens dringend notwendig solch geschichtsträchtige Objekte zu erhalten. Gerade die Reste, der Westwallbunkerkette stellt ein monomentales Zeugnis Nationalsozialistischer Ideologie, Propaganda und Größenwahn da. Hier können folgende Generationen greifbar miterleben, wozu Hass und Fremdenfeindlichkeit führen kann. Einen weiteren Aspekt bietet der Schutz bedrohter Tierarten. Die Bunkerruinen bieten mittlerweile ein selten gewordenes Refugium für zahlreiche Tiere. Dazu zählt eine unglaubliche Artenvielfalt von Amphibien und Säugetieren, die solche Trümmerberge zur Überwinterung oder Aufzucht ihres Nachwuchses nutzt. So wurde sogar die extrem seltene Wildkatze an demilitarisierten Westwallbunkern nachgewiesen. Es wäre schön dieses zu berücksichtigen, wenn es wieder einmal heißt: Abriss oder Erhalt... 

       
Wir danken Euch...

Rechte

Fotoshooting – Regelbau 31 „Hürtgenwald-Bergstein“
Auf Westwall Tour waren – Bergmann, Eismann, Lumenmann und Elke
Fotos – Bergmann, Eismann, Lumenmann
Text – Bergmann
Zeichnung – Bergmann
Online Arbeit – Bergmann
Eine Produktion von – © www.untertage-übertage.de 2010
 


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 Der Regelbautyp 51 – Unterstand für Grabenstellung

Der in Grabenstellungen integrierte Regelbau 51 ist im Vergleich mit anderen Regelbauten des Westwalls ein wahrer Winzling. Gerade einmal 6m² misst der Innenraum des Unterstandes, der für 6 Personen ausgelegt war. Ausgerüstet mit den vertrauten Luftein- und auslässen der Lüftungsanlage war auch der Regelbau 51 Gassicher konzipiert. Der RB 51 besaß keinerlei Bewaffnung und hatte keine Eingangsverteidigung, er diente nur als bombensicherer Unterstand für die Soldaten. Die Ausbaustärke im bezug auf Decken- bzw. Wandstärken variierten in jedem Konstrukt des RB 51 gleich. Die zur Front (Kampfrichtung) gewandte Bunkerwand erhielt eine Stärke von 2 Metern, die seitlichen Wände wurden je in 1 Meter Dicke errichtet. Im rückwärtigen Bereich umfasste die Ausbaustärke nur noch 0,80m, die Abschlussdecke wurde wiederum in 1,5m Stärke betoniert. Die gesamte Bunkerausführung bestand aus Stahlbeton. Gebaut wurde der Regelbau 51 ab Ende 1939 / 40, er gehört damit zu den von Sparmaßnahmen gekennzeichneten „Kriegsregelbauten“. 

Regelbau 51


Mit dem Deutschen Überfall auf Polen (Polenfeldzug) am 1. September 1939 und den damit verbundenen Kriegserklärungen von Frankreich und Großbritannien an das Deutsche Reich am 3. September 39, änderten sich abermals die Regelbauten am Westwall. So entstanden Ende 1939 / 40 die sogenannten „Kriegsregelbauten“ deren Name sich von „nur im Krieg zu bauender Regelbauten“ ableitet. Dies hatte Sparmaßnahmen beim Bau von Festungsbauwerken zur Folge. Auf schwere Panzerbauteile wie zum Beispiel Drei- oder Sechsschartentürme, die noch kurz zuvor beim Neubau-Programm (Jahreswechsel 38 / 39) bevorzugt zum Einsatz kamen, wurde nun wieder verzichtet. Der Grund dafür war der chronische Stahlmangel der Deutschen Industrie, welche nun bevorzugt auf Waffenproduktion umschwenken musste.

 Beton im Wald

Rechte

Fotoshooting – Regelbau 51 „Spichern-Stellung“
Auf Tour waren – Bergmann, Damica
Fotos – Bergmann, Damica
Text – Bergmann
Online Arbeit – Bergmann
Eine Produktion von – © www.untertage-übertage.de 2009

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Der Regelbautyp 23 – MG-Schartenstand

Allgemeine Daten

Bei dem Regelbau 23 handelt es sich um einen verbunkerten MG-Schartenstand des „Limes-Bauprogramms“, welches ab Mitte des Jahres 1938 am Westwall in Kraft trat. Ausgeführt wurde der Regelbau in Ausbaustärke B beziehungsweise B alt (1,50m Wand und Deckenstärke). Der notwendige Materialaufwand zum Bau eines Regelbau 23 wurde vom Planungsstab des „Limes“ Regelbau-Programms genau kalkuliert. So wurde die benötigte Stahlmenge des 10,20m x 6,80m großen Bunkers mit 19,3 Tonnen beziffert, das Betonvolumen lag bei 225m³. Belegt war der Kampfbunker einst mit einer 5 Mann starken Besatzung.

Um diese Anlagen der feindlichen Aufklärung zu entziehen, wurden Regelbauten zur Tarnung häufig übererdet. Lediglich die Waffen-Scharten und der hintere Bunkerhof blieben erdfrei. In Bereichen die nicht mit Erde angefüllt waren, erhielt der Beton in manchen Fällen einen grünen Tarnanstrich, zusätzlich sollten Tarnnetze die Feindsichtung erschweren.

 Regelbau 23

 MG Maul-Scharte

Bewaffnung & Scharten

Der als Kampfbunker geplante Regelbau 23 sollte nur im rückwärtigen Bereich der Hauptkampflinie gebaut werden, da seine zur Front gewandte MG Maul-Scharte als extrem verwundbar galt. So wirkte die Hauptwaffe dieses Regelbautyps eher eingreifend bzw. ergänzend auf die Front ein, beispielsweise zur Deckung weiterer Bunkeranlagen oder Grabenstellungen. Bewaffnet war der MG Schartenstand ursprünglich mit dem 1931 entwickelten universal Maschinengewehr MG 34 des Deutschen Herstellers „Mauser Werke AG, Rheinmetall“. Gelagert wurde diese Waffe auf einer Scharten-Lafette 34, durch die eine effektive Reichweite von 1200m möglich wurde. Die Maximale Reichweite dieser Waffen lag allerdings bei 3000 Metern.

Zur eigenen rückwärtigen Sicherung des 0,80 x 1,10 Meter großen Haupteingangs im Bunkerinnenhof, verfügte der Regelbau 23 über eine flankierende Treppen-Scharte zur Eingangsverteidigung. Sie erhielt kein stationäres Maschinengewehr, sondern musste mit Handfeuerwaffen verteidigt werden. Zusätzlichen Schutz erhielt der Haupteingang und dessen Eingangsverteidigung von der 1,50 Meter starken, schräg überbauten Betondecke. Sie beugte einer Bekämpfung von oben so wie einer Erstürmung des Bunkers vor. Diese Technik kam bei verschiedensten Regelbau-Typen zum tragen. Für den Fall das der Feind die Panzertür des Haupteingangs trotz aller Gegenmaßnamen öffnen konnte, hatte die Besatzung die Möglichkeit den Eingang durch eine dritte Schießscharte zu verteidigen. Die im Bunkerinneren liegende Scharte befindet sich in der Betonwand zwischen dem Kampfraum und der Gasschleuse, sie wurde direkt auf die Innenseite der Eingangstür ausgerichtet.

 von außen

 von innen

Raumaufteilung & Inventar

Das innere des Regelbaus wurde in zwei unterschiedlich große Räume aufgeteilt und mit dem notwendigsten an Inventar versehen. Für den Fall eines Gasangriffs diente der kleine Raum zwischen den beiden Eingangstüren als Gasschleuse. Alle Scharten und Türen zum Kampfraum konnten Luftdicht verschlossen werden. Für die notwendige Belüftung während eines Gasangriffs sorgte eine Heereseinheitslüfter mit Handkurbel, dieser befand sich im Bereich der Eingangsverteidigung. Sollte der Haupteingang durch Kampfeinwirkunken ausfallen, konnte der Regelbau über einen Notausgang verlassen werden. Der Fluchtweg führte aus dem Kampfraum in einen lotrecht verlaufend Schacht an der Bunkeraußenwand zur Tagesöffnung. Der Schacht des Notausgangs war von innen mit kurzen Stahlträgern verbarrikadiert und mit Erde verfüllt. Die im Kampfraum integriert untergebrachte karge Bereitschaftsecke bestand aus Etagenbetten und einem Holztisch. Das Leben der fünfköpfigen Besatzung während des normalen Tagesbetriebs spielte sich im Rhythmus der Wachen ab. Zur Verständigung und Befehlsannahme war der Regelbau 23 an das Festungsfernsprechnetz des Westwalles angeschlossen.

Speziell zum Regelbau 23 am Buhlert

Der noch existierende Regelbau 23 der „Buhlertstellung“ erhielt die Bunker Nummer 135 und gehörte zur Brüggen-Ormont-Stellung. Er ist der letzte erhaltene reine Kampfbunker der Stellung, seine Bausubstanz ist in einem verhältnismäßig gutem Zustand erhalten geblieben. Allerdings zeugen viele Spuren (außen wie innen) von der Grausamen Zeit des Krieges und der Not der Nachkriegszeit. So findet man beispielsweise im Bereich der Gasschleuse zahlreiche Einschüsse bzw. Splitter Einschläge in der Wand zum Kampfraum. Im Kampfraum selbst detonierte eine Granate in der Bereitschaftsecke, zahlreiche Spuren der Schrapnelleinwirkung (Splitter) befinden sich in den Wänden und in der Bunkerdecke.

Die innere Einfassung der zur Front gewandten Maulscharte wurde ebenfalls stark deformiert, was die Frage aufwirft Kampfeinwirkungen oder Schrottsucher in der Nachkriegszeit ? Für mich kommt eher das zweite in betracht, da selbst der U-Träger der schräg überbauten Bunkerdecke über der Eingangsverteidigung aus dem Beton gemeißelt wurde. Heute befindet sich an genau dieser Stelle die Schwarz / weiße Bunker Nummer des Regelbaus. Die beiden schweren Schartenplatten die einst die Waffenstände schützten, so wie die Türen und sonstige Metalgegenstände wurden ebenfalls demontiert und entwendet.

 Gasschleuse

 Eingangsverteidigung / Notausgang

 Kampfraum

Von diesem Bunker-Typ wurden ursprünglich 458 Exemplare am Westwall gebaut. Heute existieren nur noch einige wenige, in der Bausubstanz unbeschädigt erhaltende Anlagen dieses Regelbautyps. Die meisten Bunker der Westbefestigungen wurden im Zuge der Demilitarisierung Deutschlands von den Alliierten gesprengt. Des weiteren fallen immer wieder erhaltengebliebene Regelbauten des Westwalls, Ostwalls oder Atlantikwalls dem Abriss zum Opfer. Ein Entwicklung, die meines Erachtens dringend beendet werden müsste. Denn wenn erst der letzte Zeitzeuge gestorben ist, mahnen und erinnern nur noch diese grauen Monumente aus Beton an das unsägliche Leid und die damit verbundenen Schrecken des zweiten Weltkrieges.

 Bunkersportler on Tour...

Rechte

Fotoshooting – Regelbau 23 „Buhlert-Stellung“
Auf Tour waren – Bergmann, Eismann, Lumenmann und Elke
Fotos – Bergmann, Eismann, Lumenmann
Text – Bergmann
Zeichnung – Bergmann
Online Arbeit – Bergmann
Eine Produktion von – © www.untertage-übertage.de 2009


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Das B-Werk Besseringen

Auf unserer diesjährigen Westwall-Tour besuchten wir neben der Völklinger Hütte und den Spichern-Stellungen auch das B-Werk Besseringen. Der Parkplatz des B-Werks befindet sich direkt an der B 51 zwischen Besseringen und Merzig. Von dort ist es nur noch ein kleiner Fußmarsch von ca. 300 Metern bis zum B-Werk. Die Waffenkuppeln sind das Erste was man vom Fußweg aus sehen kann, dann kommt man zum Vorplatz des B-Werks und steht dort vor verschlossener Tür. (so wie wir) Das heißt nicht, daß man den Bunker nicht besichtigen kann, man sollte sich nur über die Öffnungszeiten informieren oder rechtzeitig einen Termin für eine Gruppenführung vereinbaren. Ein Besuch beim B-Werk Besseringen lohnt sich nicht nur für Westwall- Interessierte oder Militär-Historiker. Jeder der einen Einblick in die Lebensumstände der Soldaten bekommen möchte oder aber an der Technik interessiert ist, sollte die Anlage auf jeden Fall einmal anschauen kommen. Wir waren begeistert von der Arbeit die hier vom Verein für Heimatkunde und der Stadt Merzig geleistet wurde und wird!

So, jetzt will ich euch nicht länger auf die Folter spannen und wünsche viel Spaß beim Lesen und Fotos kucken. 

 Panzertürme

Der Westwall und seine B-Werke

Der Westwall, auch „Siegfried-Linie“ genannt, sollte die Westgrenze zum Deutschen Reich gegen einen möglichen Angriff Frankreichs schützen und Verteidigen. Zu diesem Zweck wurden rund 17.000 Bunker entlang der deutschen Grenze gebaut. So erstreckte sich der Westwall auf einer Länge von 630 km von der holländischen Grenze bis zur Landesgrenze der Schweiz. Die Anfänge der Westbefestigungen begann 1936 mit der Planungen und Erkundung von Stellungen. Geplant waren am Westwall etwa 22.000 Bunkeranlagen und Panzersperren. (Höckerlinien & Wassergräben) Dieses Ziel sollte bis 1952 erreicht werden. Nachdem der Westwall höchste Priorität bekam, wurden allein in den Jahren 1938 und 1939 c.a. 9.000 Bunker gebaut. Dieser enorme Kraftakt konnte nur unter Ausnutzung aller zur verfügung stehenden Ressourcen bewältigt werden. Zeitweise waren bis zu eine halbe Million Arbeiter mit dem Bau des Westwalls beschäftigt. Der gewaltige Bedarf an Arbeitern und Material führte teilweise zum Zusammenbruch der Wohnungsbau-Industrie. So verschlang der Bau des Westwalls in den Jahren 1938-1940 bis zu 20 % der Jahresproduktion an Zement (8 Millionen Tonnen), und 5 % der Jahresstahlproduktion (1,2 Millionen Tonnen). Die Kosten der Westbefestigungen beliefen sich auf etwa 3,5 Milliarden Reichsmark.

Nach dem erfolgreichen deutschen Westfeldzug im Mai und Juni 1940, wurden die Arbeiten am Westwall schließlich eingestellt.

 Fotograf bei der Arbeit

Die kampfstärksten Bunkeranlagen im Westwall waren sogenannte B-Werke, sie wurden ausschließlich an strategisch wichtigen Punkten geplant. Im Gegensatz zu den häufig vorkommenden Regelbauten, wurden im Westwall nur 32 B-Werke gebaut. Jedes B-Werk wurde als Einzelentwurf geplant, um den Kampfbunker optimal an das Gelände anzupassen. Gewisse Übereinstimungen in den einzelnen Werken sind aber nicht zu übersehen. Jede dieser Anlagen war darauf ausgelegt, vier Wochen ohne fremde Hilfe kämpfen zu können. Das B-Werk Besseringen ist das Einzige in der Bausubstanz unbeschädigt erhaltengebliebende Bauwerk dieser art. Der Bunker wurde in den Jahren 1938-39 in der Baustärke B alt (=1,50m Wand- und Deckenstärke) gebaut. Mehr als 2.800 m³. Beton waren nötig um die drei Geschosse dieses Bollwerkes zu erstellen. Die Kosten beliefen sich auf etwa 1,3 Millionen Reichsmark. 

 Vorhof vom B-Werk Besseringen

Bunkerdecke und Bewaffnung des B-Werks

Sechsschartentürme

Auf der Bunkerabschlussdecke befinden sich zwei Sechsschartentürme 20 P 7 (Panzerkuppeln aus Stahlguss) Das Gewicht eines Sechsschartenturmes beträgt 51 Tonnen bei einer Gesamthöhe von 2,64m, einem Innendurchmesser von 2,25m und einer Wandstärke von 250mm. Oberhalb der Betondecke sind lediglich 1,34m der Gesamthöhe zu sehen. Bewaffnet waren beide Sechsschartentürme ehemals mit zwei MG 34 auf Schartenlafette 34. Mit diesen Waffen konnte die Hauptkampflinie an der Saar unterstützt werden. Bei einem feindlichen Durchbruch war die Taktik so einfach wie genial:  Durch Beschuss der vier MG 34 wäre der herannahende Feind gezwungen gewesen in Deckung zu gehen um dann mit dem Granatwerfer bekämpft zu werden.

 Krupp-Sechsschartenturm

Technische Daten MG 34

Rückstoßlader mit Luftkühlung.
Kaliber  -  7,92 mm
V°  -   755 m/s
Feuergeschwindigkeit  -   900 Schuss/min
Visierschussweite  -  bis 3.500 m
Gewicht  - 11 kg
Gewicht auf MG Lafette 34  -  23,6 kg

Beobachtungsglocke

Die kegelförmige Panzerglocke 90 P 9 ist ebenfalls in einem besonders guten Zustand erhalten geblieben. Sie ermöglichte dem kommandierenden Offizier einen 360° -Rundumblick da sich die Gesichtsfelder durch die 5 Sehschlitze überschnitten. So konnte in jeder sich veränderten Situation entsprechend reagiert werden. Ein unverzichtbarer Bestandteil für einen Feuerleitstand aus dem die Zielanweisungen kommen sollten. Da von der Beobachtungsglocke nur 0,65m aus der Betondecke ragen, sind die wirklichen Abmessungen mit einem Gewicht von 6t, einer Höhe von 1,60m, und einer Wandstärke von 120mm beeindruckend.

 Beobachtungsglocke

Festungsgranatwerferkuppel

Ebenfalls im B-Werk Besseringen zu sehen ist die einzige noch erhaltene Granatwerferkuppel aus dem Westwall. Sie ragt rund 0,50m aus der Betondecke und da sie fast bis zur Oberkante mit Erde angefüllt ist, fällt sie kaum noch auf. Dafür fällt die Stahlkuppel von innen gesehen mit einer Gesamthöhe von 2,63m direkt ins Auge. Die Granatwerferkuppel ist konisch, der untere Durchmesser beträgt 2,20m und der Obere noch 1,70m. Mit einer Wandstärke von 250mm kommt sie auf ein Gewicht von 26t. Bewaffnet war die Kuppel mit dem 50mm Maschinengranatwerfer M 19. Der Granatwerfer konnte alle Ziele in einem Radius von 360° von 20-600m Entfernung rund um das B-Werk bekämpfen. Bedingt durch den elektrischen Munitionsaufzug konnten Feuergeschwindigkeiten von 30-120 Schuss pro Minute erreicht werden. Das Gewicht des Maschinengranatwerfer M 19 beträgt 220kg.

 Granatwerferkuppel M19

Festungsflammenwerferkuppel

Völlig unscheinbar auf der Bunkerdecke ist das Panzerführungsrohr des Festungsflammen- Werfers FN. Der Innendurchmesser beträgt 300mm und die Wandstärke 120mm, so kommt das Panzerführungsrohr auf ein Gewicht von 2,5t. Das Festungsnahkampfgerät FN war teleskopisch ein- und ausfahrbar und konnte um 360° gedreht werden. Bei einem Flammstoß wurden 120 liter Flammöl bis zu 70 m weit ausgestoßen. Der Vorratstank faste 2.500l Flammöl. Mit dieser Menge konnte ein einziger Flammstoß 90sek.lang ausgestoßen werden. Die Temperaturen erreichten so bis zu 1.000° Celsius.

 Festungsflammenwerferführungsrohr

Notausgänge

Rechts und links des B-Werks gibt es je einen Notausgang, beide führen ins Untergeschoss (2.Etage). Der Rechte mündet im Ruheraum, der Linke im Maschinenraum. Beide Notausgänge waren mit kleinen Stahlträgern verbarrikadiert die nur von innen zu entfernen gewesen sind. Die an die Oberfläche führenden Schächte waren mit Sand verfüllt und übererdet. So waren sie oberhalb des Bunkers nicht zu sehen. Bei Ausfall beider Haupteingänge hätte die Besatzung des B-Werk durch diese Notausgänge verlassen können. Der Sand wäre einfach in den Innenraum des B-Werks geschaufelt worden.

Eingangsverteidigung und Bunkereingänge

Auf der rechten Rückseite des B-Werks, unter dem 1,50m starken Deckenvorsprung befindet sich die Eingangsverteidigung der Bunkeranlage. Von hier aus konnte der rückwärtige Eingangsbereich verteidigt werden. Die hierzu vorgesehene Waffe wäre das MG 34 gewesen, da in B-Werken nur die modernsten Waffen seiner Zeit zum Einsatz kommen sollten. Doch die Realität sah wie so oft anders aus. Einige Spuren im Inneren des
B-Werks lassen darauf schließen, daß hier ein MG 08 eingebaut war. (1.Weltkrieg)

Technische Daten MG 08

Rückstosslader mit Wasserkühlung.
Kaliber  -  7,92 mm
V°  -  900 m/s
Feuergeschwindigkeit  -  300-450 Schuss/min
Visierschussweite  -  max .3.500 m
Gewicht  -  20 kg
Gewicht auf Schlitten 08  -  33 kg

 Eingangsverteidigung

Ebenfalls ist die Schartenplatte nur halb so stark wie sie eigentlich sein sollte. Wahrscheinlich haben Lieferengpässe für die schwächere Version gesorgt. Der Deckenvorsprung über der Eingangsverteidigung diente dem MG-Schützen als Schutz vor Artillerie-Einschlägen. Es ist außerdem kaum möglich, von der Bunkerdecke aus eine Granate vor die Eingangsverteidigung zu werfen. Ins B-Werk Besseringen führen zwei identische Eingänge, von denen heute nur noch der rechte Eingang begebar ist und als Haupteingang dient. Die zwei Panzertüren vom Typ 430P01 sind nur c.a 1,20m hoch, sie wurden extra klein gehalten um einer Erstürmung des B-Werks entgegen zu wirken . Bei einer Höhe von nur 1,20m hätte der Gegner nicht einfach mit angelegter Waffe ins B-Werk laufen können. Sondern er wäre gezwungen gewesen, gebückt mit der Waffe in der Hüfte einzudringen, während er aus der inneren Eingangsverteidigung mit Handfeuerwaffen bekämpft worden wäre.

Obergeschoss

Räume 1 - Eingänge und Fallgruben

Im Inneren des B-Werks gibt es weitere Schutzeinrichtungen, die eine Erstürmung erschweren sollten. So befinden sich hinter beiden Eingängen Fallgruben mit einer Tiefe von 3,30m, die wiederum mit einer massiven Stahl-Falltür abgedeckt werden konnten, um das B-Werk zu betreten oder zu verlassen. Die Falltüren erinnern ein bisschen an eine alte Zugbrücke wie es sie an alten Burgen gab. Die Funktionsweise ist aber eine völlig Andere: die Falltür besitzt ein Gegengewicht, daß nur geringfügig leichter ist als die Falltür selber. So konnte sie ohne großen Kraftaufwand hoch und runter geklappt werden. Damit bietet das B-Werk Besseringen eine weitere Attraktion, denn im rechten Eingang ist die Falltür noch komplett erhalten geblieben und voll funktionstüchtig. Die Falltür im linken Eingang wurde nach dem Krieg gestohlen. Deswegen kann der Eingang auch nicht benutzt werden.

Wie oben schon beschrieben konnten beide Eingänge durch Schießscharten verteidigt werden.

    

                                 Falltür und Entgiftungsnische                                                                                        Panzertür innen

Raum 2 - Entgiftungsnische

Hier sollten Soldaten, die im Außeneinsatz mit Gas kontaminiert wurden, ihre Uniformen ablegen und eine Erstreinigung des Körpers in Form einer Dusche vornehmen. Für die Kleidung stand eigens eine Tonne parat.

Raum 3 - Hauptschleuse

Die Hauptschleuse des B-Werks ist der einzige Zugang ins Innere der Anlage. Sie konnte ebenfalls durch eine Schießscharte verteidigt werden. Eine weitere wichtige Aufgabe der Hauptschleuse war ihre Funktion als Gasschleuse. Durch gasdichte Türen und Schartenverschlüsse konnte das B-Werk gegen Gasangriffe komplett verschlossen werden. Im Falle eines Gasangriffes sollten spezielle Filteranlagen die Außenluft reinigen und einen Überdruck im Bunker erzeugen.

 dritte Eingangsverteidigung des B-Werks

Raum 4 - Maschinen & Filterraum (siehe Untergeschoss)

Raum 5 - Wache

Die Aufgabe der Wache war es, alle Personen die das B-Werk betreten oder verlasen wollten zu kontrollieren. Da jede Person durch diesen Raum gehen musste, war hier die Wache untergebracht. B-Werke waren als streng geheim eingestuft und es wurde sehr genau darauf geachtet, daß keine Informationen in Feindeshand gerieten. Heute werden dem Besucher in der Wache Informationen über das B-Werk Besseringen und dem Konzeptschwerpunkt Mahnmal des Krieges sowie Westwall und Bunkermuseum angeboten.

Raum 6 & 16 - Bereitschaftsräume

Raum 7 - Flammenwerferraum

Von hieraus wurde der Festungsflammenwerfer FN bedient, die dazu notwendige Technik war ebenfalls in diesem Raum untergebracht. Versorgt wurde die Waffe mit Flammöl aus dem Untergeschoss, dem Raum 27. Diese Waffe wurde nur in B-Werken zur Nahverteidigung installiert. 1946 kam es in diesem Raum zu einem tödlichen Unfall infolge einer Gasverpuffung. Zu dem tragischen Unglück kam es, als ein besseringer Bürger bei seiner Erkundung des B-Werks die geschlossene Panzertür zum Flammenwerferraum öffnete. Hinter der geschlossenen Tür hatte sich ein extrem explosives Gas-Luft-Gemisch aus den Resten des Flammenöls, was sich noch in den Vorratstanks befand, gebildet. Wahrscheinlich entzündete sich das Gas-Luft-Gemisch an einer offenen Lichtquelle, die der Mann bei sich hatte. Erahnen lässt sich die Stärke der Verpuffung noch heute an der Panzertür, sie wurde mitsamt Zarge in richtung Flur gewölbt. Die Luft im B-Werk riecht selbst nach 60 Jahren noch leicht nach Flammenöl und Treibstoff, nach einer Mischung zwischen Petrolium und Diesel. Eine Gefahr geht heute von diesen explosiven Stoffen nicht mehr aus.

 Flammenwerferraum

Raum 8 - Bereitschaftsraum

Der Raum beherbergte drei Soldaten während ihrer Bereitschaft für die Eingangsverteidigung. Heute soll dem Besucher hier vermittelt werden, wie Einrichtungsgegenstände nach 60 Jahren ohne Pflege aussehen.

 Bereitschaftsraum der Eingangsverteidigung

Raum 9 - Eingangsverteidigung

Dieser Waffenstand diente ausschließlich der Sicherung bzw. Verteidigung der Haupteingänge. Zu diesem Zweck wurde hier ein MG 34 installiert welches auf einer einfachen Lafette auf einem eisernen Untersetztisch gelagert war. Es gibt aber auch Indizien, die dafür sprechen, daß hier kein MG 34 sondern ein MG 08 eingebaut war, wie z.b. Wasseranschlüsse, die auf der rechten Seite vom Untersetztisch aus dem Boden kommen. Das MG 08 wurde wassergekühlt, während das MG 34 eine Luftkühlung besaß. Abschließend lässt sich die Frage der Waffe wohl nur durch Zeitzeugen klären. Sicher ist heute aber, daß im Westwall häufig nicht die Waffensysteme eingebaut waren, wie sie immer durch die NS-Propaganda angepriesen wurden.

Kurbellüfter Eingangsverteidigung

Der originale Untersetztisch der Waffe wurde nach dem Krieg entwendet und musste durch einen Anderen ersetzt werden. Geschützt wurden die Soldaten von einer 7,5 t schweren, 100mm starken Schartenplatte 7P7, mit rechteckiger Scharte und Sehschlitz. Bei geschlossenen Türen konnte die Besatzung der Eingangsverteidigung durch Sprachrohre mit dem Inneren der Anlage kommunizieren. Diese Technik funktioniert heute noch.

 Lafette vor Schießscharte

Raum 10 - Granatwerfervorraum

Im Granatwerfervorraum wurden die 50mm Granaten für den M 19 scharf gemacht und in Rahmen zu je 6 Granaten geladen. Für die Granaten standen zwei Ladungen zur verfügung, kleine Ladung bis max. 200m, große Ladung bis max. 600m Reichweite. Die fertig geladenen Rahmen wurden entweder direkt zum Munitionsaufzug gebracht oder in Regalen zwischengelagert.

Raum 11 - Maschinengranatwerfer M 19

Die zu diesem Zeitpunkt relativ neue Technik wurde im Westwall nur in B-Werken installiert. Um den reibungslosen Ablauf dieser Waffe zu gewährleisten, wurden 8 Mann zur Bedienung des M 19 benötigt. Um aus dem Panzerturm 424P01 direkt beobachten und richten zu können, gab es ein Panzer-Rundblickfernrohr. Leider ist heute so gut wie nichts mehr von dieser Technik zusehen.
 
Raum 12 - Hauptflur

Die zentrale Verbindung zwischen allen Räumen im Obergeschoss.

 Flur im Obergeschoss

Raum 13 & 22 - Bereitschaftsräume

In diesen Räumen spielte sich das soziale Leben während der Bereitschaft für die Schartentürme ab. Die in bereitschaft befindlichen Soldaten schliefen und aßen hier. Geschlafen wurde in Etagenbetten, je drei Mann übereinander. Um tagsüber Platz zu schaffen konnten die oberen Liegeflächen hochgeklappt werden. So konnte die untere Liegefläche als Sitzfläche genutzt werden. Der Rahmen des unteren Bettgestells ist zu diesem Zweck eigens Verstärkt worden.

 Dräger-Rückschlagventil

Raum 14 & 23 - Sechsschartenpanzertürme 20P7

Die Schartentürme waren hervorragend mit Beobachtungstechniken ausgerüstet. So besaß jeder der Türme, drei Panzer-Beobachtungs-Winkelfernrohre, die in der Wand der Panzerkuppel eingebaut waren. Desweiteren bestand die Möglichkeit, das Gelände mit hilfe eines Periskop zu beobachten. Zur orientierung der Soldaten ist die Kuppeldecke in 6 farbige Sektionen unterteilt worden, jede Scharte besitzt eine eigene Farbe und Nummer. Im gesamten Westwall ist wohl keine Kuppel mehr zu Finden, bei der die Farbeinteilung so gut erhalten ist, wie im linken Schartenturm des B-Werks Besseringen.

 Linker Sechsschartenturm von innen

 Rechter Sechsschartenturm von innen

 Druckschutzventil

Raum 15 - Treppenhaus

Die zentrale Verbindung zwischen Obergeschoss und Untergeschoss im B-Werk.

Raum 17 - Raum für Stabsoffiziere

Die B-Werke im Westwall waren darauf ausgelegt, Stäbe aufnehmen zu können. Dieser Raum versprüht einen Hauch von Luxus mitten im kalten grauen Beton des Bunkers. Ein Privileg welches nur Stabsoffiziere genießen konnten. Um diesen Raum ein bisschen wohnlicher zu gestalten, wurden die gestrichenen Wände aufwändig mit Verzierungen ausgeschmückt. Als weiterer Luxus galt, nur zwei Betten und ein eigenes Handwaschbecken im Raum.

 Zeichnungen an der Bunkerwand

 Nische für Handwaschbecken und Durchreiche (Rechts im Bild)

Raum 18 - Führerraum

Der Befehlsstand des B-Werks beherbergte den Kommandanten und seinen Stellvertreter. Von hier aus kamen die Befehle, egal ob beim normalen Tagesgeschäft oder im Gefecht. Bei Alarm waren es nur ein paar Schritte bis zur Beobachtungskuppel. Dieser Raum hat aber noch weitere Besonderheiten: so befinden sich rechts und links Öffnungen in den Wänden, sogenante Durchreichen. Die rechte Öffnung hat Verbindung zum Nachrichtenraum (Raum 20), die Linke zum Raum für Stabsoffiziere (Raum 17). Die eingehenden Befehle im Nachrichtenraum wurden durch die Öffnung direkt dem Kommandanten übergeben, dieser wiederum konnte die schriftlichen Befehle direkt an die Stabsoffiziere weiterleiten. So wurde eine schnelle und sichere Befehlskette gewährleistet.

Raum 19 - Beobachtungsraum

Mit Hilfe von fest installierten Leitern konnte der Kommandant in die Beobachtungsglocke steigen um das Gelände rund um das B-Werk zu beobachten. Die Beobachtung erfolgte mit Hilfe von zwei Winkelfernrohren, die auf schwenkbaren Zapfen montiert werden konnten. Desweiteren diente dieser Raum auch als Feuerleitstand für Granat- und Flammenwerfer. Leider wurde auch dieser Raum nach dem Krieg komplett ausgeschlachtet, so daß heute viele interessante Details fehlen.

 Beobachtungsglocke von innen

Raum 20 - Nachrichtenraum

Natürlich wurden B-Werke im Westwall auch mit der modernsten Nachrichtentechnik ausgerüstet, schon alleine für den Fall das Stäbe anwesend waren.Das B-Werk Besseringen war über Erdkabel an das Festungsfernsprechnetz des Westwalles angeschlossen, sowie an das öffentliche Reichspostnetz. Wäre eine der Leitungen durch Bombenwurf zerstört worden, hätte die Anlage über die zweite Leitung Kontakt zu Vorgesetzten oder anderen Festungsanlagen halten können. Die Kommunikation zwischen den einzelnen Kampfanlagen war ein elementarer Bestandteil um Informationen über Kampfhandlungen oder Feindbewegungen am Westwall zu bekommen. Außerdem befehligten B-Werke die umliegenden Regelbauten (Kampfbunker) mit. Das beedeutet, daß das B-Werk auch zusätzlich als Leitstand für die umliegenden Bunkergruppen fungierte.

Räume 21 - Munitionslager (Siehe Untergeschoss)

Untergeschoss

Raum 4 - Maschinen & Filterraum

Einer der wichtigsten Räume im B-Werk war der Maschinenraum. Gespickt mit Filter, Pumpen und Notstrom-Technik, diente dieser Raum der Grundlagenversorgung der Soldaten. Mit einer Höhe von 5,80m erstreckt sich der Raum über zwei Stockwerke und in einer Höhe von 3,30m war der Raum durch eine Zwischendecke unterteilt,  auf der sich eine Arbeitsbühne befand.Im oberen Teil des Raumes befand sich einst die Hauptluftfilteranlage des B-Werks. Sie saugte pro Minute 40cbm. Luft in den Bunker. Die gefilterte Außenluft wurde anschließend in die einzelnen Räume verteilt. Um die dringend notwendige Stromversorgung sicher zustellen, gab es zwei Notstromaggregate, die bei Ausfall des öffentlichen Stromnetzes das B-Werk mit Strom versorgen konnten. Die zwei wassergekühlten Vierzylinder-Dieselmotoren brachten je eine Leistung von 38 PS. Jeder Motor trieb einen Drehstromgenerator an, mit dem ein dreiphasiger Wechselstrom von 380v erzeugt wurde. Der so gewonnene Strom wurde für alle elektrischen Einrichtungen wie z.b. Warmwasserherstellung, elektrische Heizung und Beleuchtung verwemdet. Es existierten für die Beleuchtung zwei Stromnetze, die Hauptbeleuchtung mit einem 220-Volt-Netz und Notbeleuchtung mit einem 24-Volt-Netz.

Unter dem Maschinenraum gibt es noch zwei weitere Räume (2. Untergeschoss Raum 42 & 43), die der Belegschaft zur Wasserversorgung dienten. Zu diesem Zweck wurden B-Werke im Westwall immer mit einer eigenen Brunnenanlage ausgerüstet. Mittels einer Pumpe wurde das Grundwasser durch eine Filteranlage geleitet und aufbereitet. Das gewonnene Trinkwasser kam in einen Wasserspeicher der sich im Raum 28 befand. Leider sollte auch der Maschinenraum vom Raub seiner Einrichtung nicht verschont bleiben, man erkennt noch gut wie viel Technik einst in diesem Raum gewesen sein muss. Gut das der linke Notausgang, der sich in diesem Raum befindet, fest mit dem Bunker verbunden ist, sonst wäre er wahrscheinlich auch futsch.

 Reste im Maschinenraum

Raum 24 - Werkstatt

Raum 25 - Abort (Toilettenraum)

Im B-Werk standen insgesamt vier Toiletten mit Wasserspülung sowie ein Urinal der Besatzung zur verfügung. Die darüber angebrachten Spülkästen sind leider nicht mehr vorhanden. Bei den drei leicht beschädigten Toilettenschüsseln, die hier ausgestellt werden, handelt es sich um die Originale aus dem B-Werk Besseringen. Mit guter Oberschenkelmuskulatur kann man hier immer noch gemütlich kacken. Alle Abwässer des B-Werks wurden in einem Raum (Raum 44) unter der Toiletteanlage gesammelt und mit einer „Höscher Abwasserhebeanlage“ periodisch aus dem B-Werk in die Saar gefördert.

 Defektes Kackfass

Raum 26 - Waschraum

Hier konnte die 90 Mann starke Besatzung ihre Körperpflege betreiben. Zu diesem Zweck wurden alle 40cm ein Wasserhahn und Waschbecken mit Spiegel installiert. Die Wasserleitungen verliefen auf der nackten Betonwand. Mit einem elektrischbeheizbaren 100-Liter-Boiler, der auf zwei Konsolen montiert war, konnte auf warmes Wasser zugegriffen werden.

Raum 27 - Flammenwerfer-Vorratsraum

In diesem Raum waren 2.500 l Flammöl für den Festungsflammenwerfer eingelagert. Die originalen Vorratstanks sind noch erhalten. Vom Untergeschoss aus gibt es kein Zugang in diesen Raum. Befüllt wurden die Tanks aus dem Obergeschoss. (Raum 7 Flammenwerferraum)

Raum 28 - Wasservorrat

Pro Mann mussten 200l Wasser für einen Zeitraum von vier Wochen bevorratet werden - 90 Soldaten mal 200l gleich 18.000 Liter.

Raum 29 & 30 - Ruheräume

In den Ruheräumen 29 & 30 scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, man könnte denken die Besatzung ist nur kurz ausgeflogen und kommt jeden Augenblick durch die Tür herein, so authentisch sind die Räume hergerichtet. Auch hier wurden die ehemaligen Wandfarben in ihren RAL-Tönen eigens gemischt und gestrichen. Die Elektroinstallation ist wie 1939 im originalen Zustand an den Wänden wie auch an der Decke verlegt worden. Selbst die Beleuchtung ist nach den alten Richtlinien mit 5 Watt Lichtleistung pro Quadratmeter eingebaut und funktionsbereit. Die Rekonstruktion der Inneneinrichtung ist wie ich finde sehr gelungen. So befindet sich ein Tisch mit Essgeschirr, Klappetagenbetten, Lüfteranlage und unzählige Kleinteile in diesen Räumen. Man kann gut nachempfinden wie die 12 Soldaten hier einst untergebracht waren. Das die Einrichtungsgegenstände nicht angefasst werden sollen versteht sich von selbst, oder??? Es handelnd sich hier um Original-Inventar aus anderen Bunkern, das nicht mal so eben wieder zu beschaffen ist. Also Finger weg von den Dingern! Im Raum 29 befindet sich der rechte Notausgang, der auch dem Besucher des B-Werk Besseringen zu diesem Zweck dient. Aber keine Angst, Einsturzgefahr besteht die nächsten 500 Jahre nicht!!!

 Esstisch

 Bitte nix anfassen

 Lumenmann hätte es nicht besser gekonnt

Raum 31 - Küche

In der Küche wurde bereits ganze Arbeit geleistet. Die Wände sind farblich rekonstruiert worden und es befinden sich zahlreiche Einrichtungsgegenstände in diesem Raum, der einem auf eine gedankliche Zeitreise in das Jahr 1939 einlädt. Einst mussten hier zwei Köche die Speisen für 90 Mann Besatzung zubereiten und kochen. Die damalige Ausrüstung der Küche bestand aus zwei elektrisch beheizbaren Kochkesseln mit je 60l Fassungsvermögen sowie einem elektrischen Backofen. Versorgt wurden die elektrischen Kochgeräte mit 380v Starkstrom. Natürlich gehörte ein Spülstein mit Kalt- und Warmwasser, sowie ein großer Holztisch auf dem die Speisen hergerichtet werden konnten mit zum Inventar. Die notwendigen Kleinteile wurden auf Regalen aufbewahrt. Wenn Soldaten verspätet Essen mussten, sorgte eine Heizplatte dafür, dasß auch sie eine heiße Malzeit bekamen.

 Küchenausstattung

 Geschirr im Bunker

Raum 32 & 36 - Flure

Die zentralen Verbindungen zwischen allen Räumen im Untergeschoss.

 Flur im Untergeschoss

Raum 33 - Lagerraum

Der Verwendungszweck konnte bis heute nicht vollständig geklärt werden.

Raum 34 - Brennstoffvorrat

Hier wurde 17.000l Dieselkraftstoff in Tanks gelagert, um die zwei Notstromaggregate im Notfall mit Kraftstoff zu versorgen. Der Tagesbedarf konnte per Handpumpe in einen Vorratsbehälter im Raum 4 (Maschinen & Filterraum) gepumpt werden. Heute dient der Raum dem Betreiber des B-Werk Besseringen als Werkstatt und wurde aus der Führung ausgeklammert.

Raum 35 - Geschäftszimmer ???

In verschiedenen Westwall-Büchern steht geschrieben, daß der Verwendungszweck dieses Raumes noch nicht geklärt ist. Doch im B-Werk Besseringen gibt es Hinweise das hier das Geschäftszimmer gewesen sein könnte. Die Wände wurden genauso aufwendig mit Verzierungen bemalt, wie in Raum für Stabsoffiziere. Außerdem befindet sich der Abdruck eines Bildes an der Stirnwand, gegenüber des Eingangs. Auf dem Bild könnte die Runkel von A.... H.... gewesen sein. Wie gesagt: alles Spekulationen.

Raum 21 & 37 - Munitionslager

Das B-Werk verfügte über zwei Munitionslager, eines befand sich in Obergeschoss Raum 21, das Zweite im Untergeschoss Raum 37. In diesen Munitionslagern wurde der größte Teil der benötigten Munition für den Granatwerfer und die fünf MG 34 gelagert. Ein kleiner Teil stand direkt an den Waffen parat. Die Munition sollte für eine längere militärische Auseinandersetzung (für etwa vier Wochen) reichen. Für den Fall eines Brandes gab es in diesen Räumen einen Temperaturfühler, der bei 70c° das Lager automatisch durch eine Sprinkleranlage unter Wasser setzte. Lüfter sorgten für ein gleichmäßiges Raumklima, damit die in Holzkisten gelagerte Munition keine Schäden erlitt.

 Munitionslager

Raum 38 - Vorratsraum

Die hier eingelagerten Lebensmittel mussten für 90 Soldaten vier Wochen lang Ausreichen. Die Lagerung erfolgte größtenteils auf Holzregalen oder in Holzkisten. Wer mit einem leichtem Hungergefühl die Führung im B-Werk Besseringen mitmacht, sollte diesen Raum tunlichst meiden, da einem das Wasser im Munde zusammenläuft, so perfekt ist dieser Raum rekonstruiert worden.

 Hunger!!!

Raum 39 - Sanitätsraum

Zwei Sanitäter arbeiteten hier im Schichtdienst, um leichtere Erkrankungen oder Verwundungen zu Behandeln. Im Falle eines Gefechtes sollte hier die Erstversorgung durchgeführt werden. Zu diesen Zwecken standen hier sechs Klappbetten sowie ein behelfsmäßiger OP-Tisch bereit. Über die Detaillierte Ausstattung fehlen zur Zeit noch nähere Informationen.

Raum 40 & 41 - Ruheräume (Präsentation: Mahnmal gegen Krieg und Gewalt)

Diese beiden Räume wurden nicht aufwendig rekonstruiert, sonder im ist Zustand konserviert. Wo einst 18 Soldaten ihre Ruheräume hatten, wird heute dem Besucher eine Präsentation über die Geschichte des Krieges und der Zivilbevölkerung in der Region angeboten. Ein zweites, tödliches Unglück ereignete sich 1947 in diesen Räumen. Als zwei junge Männer (17&25) mit einer Granate hantierten, kam es zur Explosion. Beide Männer waren sofort Tot. Die Spuren der Splitterwirkung sind noch deutlich in den Wänden und im Betonboden zu erkennen.

Im Infoblatt des B-Werks Besseringen wird die Präsentation wie folgt beschrieben:

Die Präsentation Mahnmahl gegen Krieg und Gewalt verweist auf den besonderen Mahnmalcharakter des B-Werkes als Teil einer riesigen Kriegsmaschine. In einem authentischen Gebäude, wie dem B-Werk Besseringen, das ausschließlich für den Krieg geplant, gebaut und eingerichtet wurde, erscheint es geradezu Verpflichtend, mit einer Präsentation auf die Folgen von Krieg und Gewalt in unserer Region hinzuweisen. Durch die Begrenzung auf die Region Merzig-Wadern soll ein direkter Bezug erreicht werden, der für des Verständnis von Geschichte wünschenswert erscheint. Die Präsentation soll insbesondere an das Leit erinnern, das während der Zeit von 1935 bis 1945 auch die hiesigen Menschen betroffen hat.

Die Präsentation will dies mit den folgenden Themen erreichen:

1) Verfolgung und Wiederstand im Kreis Merzig-Wadern
Das B-Werk Besseringen wurde in der Zeit des „Dritten Reiches“ gebaut. Auf die politischen und rassistische Verfolgungen unter den Nationalsozialisten in unserer Region soll dieser Beitrag hinweisen.
2) Die Kämpfe am Orscholz-Riegel
Zu einer Zeit, als der Krieg für Deutschland längst verloren war, starben am Orscholz-Riegel noch Tausende deutsche und amerikanische Soldaten.
3) Verluste der Zivilbevölkerung im Kreis Merzig-Wadern
Während die Verluste der Soldaten relativ gut bekannt sind, fehlen oft ausreichende Angaben über die Zivilisten. Im B-Werk Besseringen gibt eine Liste Auskunft über die Verluste der Zivilbevölkerung in fast allen Orten des Kreises.
4) Munitionsunglück 1947 Durch unsachgemäßes Hantieren mit Munition starben 1947 in diesem Raum zwei junge Männer im Alter von 17 bzw. 25 Jahren.

 Austellung im Bunker

Meine persönliche Meinung zur Präsentation:
Sehr informativ, lohnt sich wirklich zu lesen...........

Besatzung

Für ein B-Werk war im Jahre 1938 eine Besatzung von 85 bis 90 Mann vorgesehen.

Sie übernahmen im Einzelnen folgende Einsatzbereiche:

1) Ein Offizier, 10 Unteroffiziere und 30 Mann als Bedienung und Ablösung für fünf Maschinengewehre.
2) Zwei Unteroffiziere und 14 Mann als Bedienung und Ablösung für einen Maschinengranatwerfer M 19.
3) Zwei Unteroffiziere als Beobachter.
4) Vier Mann als Bedienung und Ablösung für einen Festungsflammenwerfer.
5) Zwei Fernsprecher.
6) Ein Unteroffizier und 12 Mann als Gruppe für offenen Einsatz.
7) Zwei Sanitäter, zwei Köche und zwei Maschinisten.

Allgemeines und Rechte

Öffnungszeiten

April - September Sonn- & Feiertage, 14-18 Uhr.
Führungen nach Vereinbarung

Information

Touristen-Info Merzig +49 (0) 6861/85221
Kulturamt Merzig +49 (0) 6861/85499
Verein für Heimatkunde +49 (0) 6835/3654 

   +++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++ Achtung +++

Wie im oben gelesenen Text immer wieder geschildert, wurden alle gebrauchbaren Teile aus dem Bunker in der Not der Nachkriegszeit demontiert und entwendet. Daher sucht der Verein für Heimatkunde Merzig dringend originale Exponate aus dem B-Werk Besseringen oder anderen B-Werken bzw. Bunkeranlagen. Um einen möglichst authentischen Eindruck zu vermitteln, wie diese Anlagen einst aussahen, sind Orgienalteile ein unverzichtbarer Bestandteil der Ausstellung. Wer also noch Orgienalteile aus solchen Bunkeranlagen irgendwo hat, sollte sich mit dem Verein für Heimatkunde Merzigin Verbindung setzen.

Und noch was!
 
An alle Pseudo-Reliktesammler, Schrotthändler und Vandalen, die auch heute noch das Aller letzte aus Bunkern, Stollen oder U-Verlagerungen holen bzw. Zerstören: Macht’s doch einfach wie „untertage-übertage“: Nehmt nichts mit, außer Eindrücke und Fotos und lasst nichts da, außer Fußspuren oder Schweißtropfen. So haben auch noch Andere das „Aha-Gefühl“, wenn sie solche Anlagen befahren. Danke !!!

    

                                  hier fehlt leider noch die Verbindung                                                                   Auswirkungen der Explosion einer Granate


Wir möchten uns bei all denen Bedanken, die sich für die Erhaltung des B-Werkes eingesetzt, bzw. in unzähligen Arbeitsstunden das B-Werk freigelegt und restauriert, oder das innere Inventar zur Verfügung gestellt haben. Ein Dankesschön für die tolle Führung gilt Herrn Scholl!
Grüße aus der 350km entfernten Bergbauregion Ibbenbüren. Glückauf..................

Rechte

Vor Ort waren : Micha (Damica), Björn (Bergmann) und Elke
Fotos: Damica und Bergmann
Handgezeichnte Bunkerrisse: Bergmann
Bericht: Bergmann
PC/Bild und Riss Bearbeitung: Damica
Online gestellt: Olly (Eismann) , Markus (Sensemann)

Untertage-Übertage distanziert sich ausdrücklich von Rechtsradikalismus in jeder Form.
Gewalt ist ein schwaches Argument. Wer damit nicht klarkommen sollte, dem können wir leider auch nicht helfen!!!

 und tschüss

© www.untertage-übertage.de / August 2008

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