Unterwegs im Ruhrgebiet - Schlufine und Eismann besuchen das Bergbaumuseum in Bochum

(alternativ: vollgestellter Luftschutzstollen mit Eintritt)

 Deutsches Bergbaumuseum in Bochum

S-Bahn fahren macht Spass - keine Staus, kein Verkehrschaos und kein Stress (ausser die Verspätungen...), vor allem wenn die Sonne scheint und man sich mit einem lustigem Drink in der Hand auf sein Ziel freut wie ein Kind auf Weihnachten. Unser Ziel war an jenem Tage das "Deutsches Bergbaumuseum", kurz DBM in Bochum. Die S1 spuckte uns am Bochumer Hauptbahnhof aus. Nachdem wir das Bahnhofsgebäude verlassen hatten, wirkte auch schon der imaginäre Magnet des Fördergerüstes auf uns, so daß wir zu Fuß schneller am DBM waren, als es die U35 jemals schaffen würde. Am Eingang wurden wir mit einem "Glück Auf" begrüßt und das Eis war somit gebrochen. Schnurstracks gingen wir zum Fahrstuhl und betraten selbigen. Der Liftboy fragte uns, ob wir hoch oder runter wollten. Wir schauten und nur kurz an, nicken und riefen: Untertage, schnell, schnell... Schließlich brauchten wir nach der Hitze draußen ein geeigneten Kühlschrank. Die Fahrt war kurz, aber dann befanden wir uns auch schon in dem ehemaligen Luftschutzstollensystem, in welchem die Welt untertage ausgestellt ist...

In dem 1,5 Kilometer langen Rundweg durch den Luftschutzstollen erfährt der Technik- und Bergbaufreund wirklich alles über den Steinkohlenbergbau (und Erzbergbau) im Ruhrgebiet und anderswo. Alle paar Meter durchläuft man eine andere Bergbauepoche und kann die verschiedensten Originalmaschinen "vor Ort" besichtigen. Schufine und icke rannten von schräg nach quer, von links nach oben und wieder zurück. In einer Hand die

Taschenlampe und in der Anderen den Fotoknipse...

fotoblock untertage:

 Kaue

 Im Luftschutzstollen

 Glückauf...

 Untertage in Bochum

 Stollenstrecke

 Förderstollen

 ne kleine Bohrmaschine

 Fahrkorb

 Seilwinde und Kohlenlore

 Stützen

 Hydraulikschilder am Kohlenflöz

 Gleisgebundenes Untertage-Kettcar

Danach ging es mit uns wieder aufwärts. Der "Förderkorb" brachte uns auf das 70 Meter hohe Fördergerüst der ehemaligen Zeche Germania in Dortmund. Seit 1973 ist es das Wahrzeichen der Bergbaustadt Bochum. Von hier aus, oberhalb der Dienststelle von Toto und Harry, hat man eine tolle Aussicht über die Stadt Bochum und das Ruhrgebiet. (sofern das Wetter mitspielt...) Wer lust hat kann ja mal die Fördergerüste zählen, die man in der Ferne so entdecken kann.

fotoblock übertage: (übertage, überbochum, überall...)

  Aussicht auf den Museumsvorplatz

 Seilscheibe auf dem Fördergerüst

 Seilscheibe

 Bochum von oben...

 Arbeitsplatz von Toto und Harry

 eingesperrt übertage - Schlufine genießt die Aussicht

Danach ging es noch eben durch die (gefühlten) 381 Ausstellungsräume des Bergbau-Museums. Treppauf, treppab - in jedem Raum ein anderes Thema. Hier gibt es wirklich alles zu sehen, was in unserem Bergbaulexikon steht. Treppauf, treppab: Als ich den Raum mit den Grubenlampen betrat, musste ich mich erstmal setzen. Gewaltig! So eine Vielzahl von Exponaten habe ich noch nicht gesehen. Und das gilt für alle Ausstellungsräume hier im
Museum. (Ich war zwar früher schon mal im DBM, aber da hab ich mich noch nicht so sehr für den (Alt-) Bergbau interessiert)

fotoblock ausstellung:

 Modellbaukurs: Fördergerüste

 Schlufine bewacht meine Grubenlampen

 Schlägel & Eisenmann

 Werkzeug des Maulwurfs...

 Grubenhunte

 Einschienenhängebahn

Als wir auf dem Freigelände innnerhalb des Bergbaumuseums, im Schatten des Förderturms eine kleine Pause einlegten, ertönte ein Glockenspiel. Die Melodie war, wie könnte es auch anders sein, das Steigerlied. (oder auch der Klingelton von der Hälfte aller Beetpott-Besucher...)

 Fördergerüst aus dem Innenhof aus gesehen

 Lok

Montanhistorik macht hungrig:

Deshalb gab es zum krönenden Abschluss noch ne C-Wurst mit Pommes in der Museumsgaststätte...

 Pommes dabei?

Empfehlenswert ist auch der Souvenirshop im Bergbaumuseum. Hier gibt es vom T-Shirt, über Wetterlampe und Flachmann mit Schlägel und Eisen bishin zum Fahrstock alles, was der gemeine Bergbaufreund so sammelt und zum (über-) leben braucht...

So, getz noch`n Fiege-Pils vonne Bude und ab nach Hause, hömma...

Glückauf, Eismann

Wer einmal im Deutschen Bergbaumuseum in Bochum war, weiß warum das DBM das größte Bergbaumuseum der Welt ist. Hier gibt es wirklich alles, was im entferntesten irgendwie mit Bergbau zu tun hat. An einem Tag ist es gar nicht zu schaffen. Gut das wir in der Nähe wohnen und jederzeit wiederkommen können - was wir auch machen werden. Das DBM ist auf jeden Fall eins meiner persönlichen Lieblingsmuseen und wenn ihr mal Zeit und Lust habt, dann fahrt mal nach Bochum...

http://www.bergbaumuseum.de

Deutsches Bergbaumuseum
Am Bergbaumuseum 28
44791 Bochum
0234-58770

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